So sah es Sonntag (7. Februar) auf der Kurt-Schumacher-Straße aus. © Koßler
Wintereinbruch

Lüner Pflegedienste kämpfen mit schwierigen Straßenverhältnissen

Schwer oder gar nicht befahrbare Straßen machen den ambulanten Pflegediensten und deren Mitarbeitern die Arbeit in Lünen nicht gerade leichter. Wir haben mit zweien gesprochen.

Lünens ambulante Pflegdienste kämpfen auf dem Weg zu ihren Kunden mit schneeverwehten Straßen. „Da werden die letzten Meter von unseren Mitarbeitern bis zur Haustür oft zu Fuß gemacht.“

Das sagte Rene Pott, Pflegedienstleiter beim Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Lünen, am Dienstag (9.) im Gespräch mit unserer Redaktion.

Weil zahlreiche Lüner Straßen nur schwer oder gar nicht befahrbar waren und es teilweise immer noch nicht sind, verzögerten sich natürlich auch die Anfahrtszeiten spürbar, sagte Pott weiter.

Gerade am vergangenen Wochenende, dem Zeitpunkt des Wintereinbruchs, hätten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich längere Schichten geschoben. Aber auch am Montag (8.) sei das immer noch der Fall gewesen.

Wegen der schwierigen Wetterverhältnisse mit Eis und Schnee und nicht geräumten Straßen hätten sich die sieben Mitarbeiter der ambulanten Pflege teilweise auch zu Zweier-Teams zusammengetan. Damit seien sie auch für die Fälle vorbereitet gewesen, ihre vor Ort mehr oder weniger eingeschneiten oder aber festgefahrenen Autos mit vereinten Kräften wieder in Gang zu setzen.

Weil die Termine bei den Kunden wegen der extremen Wetterverhältnisse nur schwer einzuhalten waren, „haben unsere Fachkräfte in Einzelfällen entscheiden müssen, wo sie zuerst hinfahren – je nach Dringlichkeit. Das hat bisher auch sehr gut geklappt“.

Hilfe von Angehörigen

Teilweise habe man auch die Angehörigen telefonisch mit ins Boot geholt, die dann auch einfachere Pflegetätigkeiten übernommen hätten.

„Da gab es sehr viel Verständnis und Zuspruch, was uns sehr freut und die Arbeit erleichtert“, sagte Rene Pott:

„Zum Glück sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bisher ohne jedweden Schaden davongekommen. Unfälle gab es keinen.“

Von Unfällen verschont blieb zumindest bis Dienstagnachmittag auch das Lüner Pflegebüro Wopker. „Bis jetzt ist nichts passiert, einen Unfall haben meine Leute bislang nicht gebaut“, sagte Inhaber Michael Wopker im Gespräch mit unserer Redaktion.

Für das Pflegebüro sind tagtäglich 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 40 Autos unterwegs. Daran hat auch der Wintereinbruch nichts geändert.

„Natürlich brauchen wir jetzt mehr Zeit, um zu unseren Kunden zu kommen. Das ist aber kein Problem. Unsere Kunden haben dafür absolutes Verständnis“, sagte Wopker weiter.

Derweil müssten seine „Leute“ einiger Meter mehr zu Fuß laufen, da es wegen des Schnees mitunter an Parkmöglichkeiten vor oder in der Nähe der Häuser fehle. Michael Wopker: „Alles in allem kommen wir aber gut klar.“

Über den Autor
Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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Torsten Storks
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