Tanzende Bagger vor dem ehemaligen Steag-Kraftwerk: Szene im "Jerusalema"-Clip aus Lünen. © Nora Varga
„Jerusalema“

Jerusalema-Challenge: Hagedorn ist enttäuscht von Warner Music

Die Jerusalema-Challenge ging um die Welt. Auch Hagedorn tanzte in Lünen zu dem Gute-Laune-Song gegen den Coronablues. Das Musiklabel Warner Music ist jetzt aber eingeschritten.

Der Tanz zum Gute-Laune-Song „Jerusalema“ ist einfach: Ein Fuß nach vorne, viermal auf den Boden tippen, dann auf das andere Bein und wieder tippen. Ziel der Tanz-Challenge war es, in schwierigen Zeiten etwas gute Laune zu verbreiten – auch mit Mindestabstand.

Nun mussten jedoch Unternehmen und Einrichtungen ihre Videos aus dem Netz nehmen. Dem Musiklabel Warner Music gehören die Rechte an dem Song. Heißt: Damit das Lied genutzt werden kann, muss zunächst eine Lizenz eingeholt werden. Sonst werden die Unternehmen zur Kasse gebeten.

Enttäuscht von Warner Music

In Lünen hat die Firma Hagedorn sogar noch einen draufgesetzt: Auf dem alten Steag-Gelände, auf dem derzeit Abrissarbeiten stattfinden, tanzten zwei Bagger zur Jerusalema-Challenge. Doch auch dieses Video musste aus dem Netz genommen werden. Hagedorn-Pressesprecherin Judith Roderfeld sagt dazu: „Von der Reaktion des Musik-Labels sind wir enttäuscht. Der Tanz war ein Zeichen der Hoffnung und hat vielen Menschen in der schwierigen Zeit Freude bereitet.“

Das Video hat Hagedorn aus dem Netz genommen. Eine Forderung habe das Unternehmen aber noch nicht bekommen. Und trotz dieser Erfahrung stellt Roderfeld klar: „Wir sind immer für solche Aktionen offen und würden nicht ausschließen, noch einmal an einer Challenge mitzumachen.“

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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