Ehrenamtlicher Seeparkwächter Horst Krischer (81) hört auf - Stadt dankt

Redakteur
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns bedankte sich mit Jürgen Arendes und Hannah Wolf (beide Stadtgrün) für den ehrenamtlichen Einsatz bei Horst Krischer.
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns bedankte sich mit Jürgen Arendes und Hannah Wolf (beide Stadtgrün) für den ehrenamtlichen Einsatz bei Horst Krischer. © Stadt lünen
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Ein großes Vorbild für das Ehrenamt geht nach Angaben der Stadt Lünen in den „Ruhestand“: Nach 25 Jahren als Seeparkwächter hat Horst Krischer seinen Ehrenamtsausweis an Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns zurückgegeben.

„Es war eine schöne Zeit. Aber jetzt ist es auch mal gut“, sagte der 81-Jährige mit einem Schmunzeln und gab zu: „Ein wenig erleichtert fühle ich mich schon.“

Vor einem Vierteljahrhundert war Horst Krischer an den damaligen Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick herangetreten. Vor allem die starke Vermüllung des Seeparks hatte ihn gestört, aber auch das Verhalten mancher Besucherinnen und Besucher: „Da hat mir der Bürgermeister angeboten, mich zum ehrenamtlichen Seeparkwächter zu ernennen.“ Horst Krischer war einverstanden: „Ich wohne ja direkt am Seepark und komme da ohnehin mehrmals täglich durch.“

Beispielhafter Einsatz

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns bedankte sich nun für den ehrenamtlichen Einsatz: „Ihr Dienst an der Gesellschaft ist weit über das Ordnung halten im Park hinausgegangen.“ Die Konstanz und Verlässlichkeit, mit der Horst Krischer sein Ehrenamt ausgeübt hat, seien beispielhaft in einer Zeit, in der die Menschen immer hektischer und sprunghafter agierten. „Leider sehen wir auch im Verhalten gegenüber denen, die Recht und Ordnung vertreten, eine negative Veränderung.“ Was früher Respektlosigkeit war, arte nun in Handgreiflichkeiten aus. „Vor diesem Hintergrund wüsste ich nicht, ob ich das Geschenk, dass Sie damals meinem Vorgänger Willi Stodollick durch Ihr Engagement gemacht haben, heute noch guten Gewissens annehmen könnte.“