Drohende Gasknappheit: Stadt Lünen appelliert an Bürgerinnen und Bürger

Die Stadt Lünen reagiert auf die Energiekrise mit Sparmaßnahmen. Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns appelliert an die Bürger und Bürgerinnen der Stadt.
Die Stadt Lünen reagiert auf die Energiekrise mit Sparmaßnahmen. Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns appelliert an die Bürger und Bürgerinnen der Stadt. © DPA/Stadt Lünen
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Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat weiter massive Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Alltag der Bevölkerung. Mit Blick auf Herbst und Winter bereitet vor allem eine drohende Gasknappheit und damit einhergehend steigende Energiepreise den Menschen Sorgen. Auch die Stadtverwaltung Lünen steht hier vor einer Herausforderung, wie sie in einer Pressemitteilung erklärt.

Die Versorgungssicherheit sei nach aktuellem Stand gewährleistet, aber die Lage ist angespannt, erläutert Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns. „Vor diesem Hintergrund ist es unser aller Aufgabe, jetzt Energie zu sparen und so dafür zu sorgen, dass wir auch in den kommenden Monaten über genügend Ressourcen zur Energiegewinnung und -versorgung verfügen.“

Die Stadt Lünen habe zu diesem Zweck einen Koordinierungsstab zur Energiesicherheit gebildet, in dem neben Vertretern der betroffenen Fachbereiche auch die Stadtwerke Lünen vertreten sind. Der Verwaltungsvorstand hat zudem beschlossen, mit sofortiger Wirkung Energiesparmaßnahmen in allen Verwaltungsgebäuden zu ergreifen. Dazu zählen etwa der Einsatz von Steckdosenleisten, um den Stand-by-Betrieb von elektrischen Geräten weiter zu reduzieren, und der Verzicht auf warmes Wasser in Küchen und sanitären Anlagen.

Heizungen in Rathäusern bis Ende September ausgestellt

Soweit möglich werden laut der Pressemitteilung der Stadt Lünen auch die Heizungen im Rathaus und im Technischen Rathaus, in den Verwaltungsgebäuden Pfarrer-Bremer-Straße und Franz-Goormann-Straße sowie in den Schulturnhallen bis mindestens 30. September abgeschaltet. Ab dem 1. Oktober werden die Solltemperaturwerte in allen Räumen um bis zu zwei Grad abgesenkt. Zudem reduziert die Verwaltung die Außenbeleuchtung an städtischen Gebäuden und Schulen auf das Notwendigste, sodass die Verkehrssicherungspflicht weiter gewährleistet ist.

„Bei einigen Maßnahmen sind wir natürlich darauf angewiesen, dass Nutzerinnen und Nutzer unserer Gebäude sie mittragen“, appelliert der Bürgermeister an die Mitarbeitenden der Verwaltung. Ziel sei es, die von Bund und Land empfohlenen 15 Prozent Energieverbrauch einzusparen und so die allgemeine Versorgung zu sichern. „Hier sind dann auch alle Lünerinnen und Lüner gefragt“, weitet Jürgen Kleine-Frauns seinen Appell auf die Bevölkerung der Stadt aus. „Wir gehen gerne voran, hoffen aber, dass möglichst alle uns auch folgen.“

Tipps für Verbraucher

Gemeinsam mit den Stadtwerken Lünen werde die Stadt Tipps zum Energiesparen zur Verfügung stellen. Auf den Homepages sowie den Kanälen in den Sozialen Netzwerken sollen diese Ratschläge ebenso zu finden sein wie in einer Broschüre, die von den Stadtwerken aufgelegt wird.

„Es gilt, was schon in der Coronapandemie und nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges unser Motto war: Wir können diese Herausforderung nur als Gemeinschaft meistern“, verweist Jürgen Kleine-Frauns auf die große Solidarität, die Lünen unter anderem während der Lockdowns oder bei der Versorgung von Geflüchteten bewiesen habe. „Ich bin deshalb absolut überzeugt, dass wir auch diese Krise überstehen werden.“