Kolumne

Bäumchen Wechsel-Unterricht in Lünen: KKG bekommt an Ende recht

Es hat etwas Tragikomisches: Im November war das Wechselmodell an der KKG in Lünen noch verboten worden. Jetzt wird es Vorschrift. Den bitteren Beigeschmack kann unser Autor nachvollziehen.
Regelmäßiges Stoßlüften oder Unterricht bei geöffnetem Fenster gehören seit Corona in Schulen zum Standard, sofern Präsenzunterricht stattfindet. Luftreiniger werden in Lüner Klassenräumen bis auf Weiteres wohl nicht zum Einsatz kommen. © picture alliance/dpa

Erst waren sie ungeliebte Vorreiter, jetzt wird das Wechselmodell an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen zur Blaupause für ganz NRW. Dass es bis dahin gut einige Monate gedauert hat, kann Schulleiter Reinhold Bauhus nur bedingt mit Humor nehmen. Und ich kann ihn verstehen.

Schließlich war das Unterrichtsmodell seinerzeit von Bezirksregierung und Schulministerium explizit untersagt worden. Jetzt ist es das verordnete Mittel der Wahl. Das passt leider zu gut ins Bild dessen, was Schulen in der Krise immer wieder erlebt haben.

Lernprozess beim Ministerium

Immerhin: In den Schulmails mit neuen Vorgaben der vergangenen Wochen gab es für die Verantwortlichen vor Ort etwas mehr Vorbereitungszeit als gewohnt. Das war schon im ersten Öffnungsschritt bei den Schulleitungen positiv aufgenommen worden. Und über etwaige Urheberansprüche kann man an der KKG in Lünen auch noch scherzen. Das muss, Corona hin, Corona her, ja auch mal sein.

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