Gegen den BSV Schüren stand Robin Rosowski erstmals für den Lüner SV auf dem Platz. © Timo Janisch
Fußball-Westfalenliga

Rosowski zum LSV-Wechsel: „Habe lange überlegt, ob ich mich nochmal quälen soll“

Robin Rosowski ist der fünfte Spieler, der von Holzwickede zum Lüner SV wechselt. Eine Entscheidung, die dem 25-Jährigen lange schwer fiel. Letztlich gab allerdings vor allem ein Punkt den Ausschlag.

Lange schwebte sein Name zwischen Holzwickede und Lünen. Seit einigen Tagen ist nun klar: Der Lüner SV schnappt sich das angepeilte Mentalitätsmonster und schließt damit seine Kaderplanungen ab.

Im April kamen erstmals Gerüchte auf, Robin Rosowski könnte es zum Lüner SV ziehen. Als der Verein ihn letztlich offiziell als Neuzugang bestätigte, hatten mit Nico Berghorst, Sebastian Hahne, Ferdinanz Franzrahe und René Richter bereits vier Teamkollegen den Weg vom Holzwickeder SC zum LSV gefunden.

Rosowski steht dem LSV lange nicht zur Verfügung

Abgesagt habe er beim HSC schon im April, so der Mittelfeldspieler im Gespräch mit dieser Redaktion. Anschließend habe es Gespräche mit Marcel Piaszyk und Axel Schmeing, die als Sportlicher Leiter und Trainer ebenfalls den Weg aus Holzwickede nach Lünen gehen, gegeben.

„Ich habe überlegt: Soll ich mich überhaupt nochmal quälen in der Vorbereitung?“, so Rosowski. Der Grund für den Gedankengang: Ab September zieht es ihn zum Studium für ein halbes Jahr ins Ausland. Dem LSV steht er in dieser Zeit nicht zur Verfügung.

„Dann haben sie (Piaszyk und Schmeing, Anm. d. Red.) mich ein bisschen genervt“, sagt Rosowski. Das Ergebnis: Er gab seine Zusage und trägt in der Saison 2021/2022 das Trikot des Lüner SV.

Doch das Studium rückte nach Rosowskis zweitem Testspiel-Einsatz für den LSV ohnehin erstmal in den Hintergrund. Gegen Westfalia Rhynern verletzte sich der zweikampfstarke Mittelfeldspieler, der seine Qualitäten schon andeutete, schwer.

Mit einem doppelten Bänderriss fehlt Rosowski den Lünern in den nächsten Wochen. Die Zeit zwischen Wiedereinstieg und Start des Auslandsstudiums dürfte knapp ausfallen.

Das „absolute Mentalitätsmonster“, wie Piaszyk den Neuzugang beschreibt, hatte schon vor einigen Jahren Kontakt zum LSV und dem damaligen Trainer Mario Plechaty. „Da hatte ich auch schon einen guten Eindruck vom Verein“, so Rosowski.

Es gab schon vor Jahren Gespräche mit dem LSV

Damals in Diensten des SV Brackel, gab der heute 25-Jährige aufgrund der Zugehörigkeit zur höheren Liga allerdings dem Holzwickeder SC seine Zusage. „Es war aber nicht so, dass ich abgeneigt gewesen wäre“, erinnert sich Rosowski.

Aufgrund seines geplanten Auslandsaufenthaltes wird der Mittelfeldspieler in naher Zukunft allerdings höchstens ein Pflichtspiel für den neuen Klub absolvieren können, ehe es Rosowski ein halbes Jahr fehlt – wenn die Regeneration von der frischen Verletzung mitspielt.

„Was die Einsatzbereitschaft angeht, ändert sich gar nichts“, sagt der Neuzugang. Aufgrund der absehbaren Fehlzeit könne es allerdings vorkommen, dass Rosowski sich erlaube, mal eine Einheit zu verpassen. Die Zeit auf dem Feld sei davon jedoch unberührt.

Dort verliefen die ersten Momente nach monatelanger Corona-Pause übrigens noch sehr ungewohnt. „Wir haben echt nicht so viel gemacht, aber ich hatte schon schwere Beine“, scherzt Rosowski.

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Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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