Der BV Brambauer holte am Sonntag einen Punkt. Im Abstiegskampf hätte der BVB wohl mehr gebraucht, musste aber einen Rückstand aufholen. © Günther Goldstein
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Mit Videos: BV Brambauer ist Derbysieger und -verlierer gleichzeitig

„Die Jungs haben mich verstanden in dieser Woche“, sagte Brambauer-Trainer Frank Bidar. Kampf und Einstellung stimmte bei den Brambaueranern. Ganz anders beim Gegner aus Wethmar.

Frank Bidar wirkte nach dem Fußball-Bezirksliga-Derby nicht so richtig, ob er sich freuen sollte oder nicht. Zwar hatte sein abstiegsgefährdeter BV Brambauer eine starke Leistung beim 1:1 gegen Wethmar abgeliefert, aber auch die Chance auf drei Punkte vertan. „Für den BV Brambauer war es ein völlig verdientes Unentschieden, im Endeffekt – muss ich ganz klar sagen – noch zu wenig“, sagte Trainer Bidar.

Wethmar, eine Woche nach dem Überraschungserfolg gegen Spitzenreiter Sölde , war im gesicherten Mittelfeld klarer Favorit gegen die Brambaueraner, die bislang im letzten Tabellendrittel rumkrebsen. Doch davon war auf dem Feld nichts zu sehen. Im Gegenteil. „Wenn man das Spiel über 90 Minuten gesehen hat, war der BV Brambauer da und wollte gewinnen. Von den Torchancen her hatten wir die besseren Möglichkeiten“, sagte Bidar.

Westfalia Wethmar ärgerte sich. „Ab der ersten Minute haben uns einfach 20, 30 Prozent gefehlt“, kritisierte Co-Trainer Paul Mantei, „wir haben nicht das umgesetzt, was wir in den letzten Wochen so stark gemacht haben.“ Mentalität, Lauf- und Kampfbereitschaft habe Wethmar nicht auf die Platte bekommen. „Das hat uns den Sieg gekostet“, sagte Mantei. Das Derby mehr angenommen hatte der BV Brambauer. „Die Jungs haben mich verstanden in dieser Woche“, sagte Bidar nach Schlusspfiff.

Westfalia Wethmar hat nicht genug für das Spiel getan

Für Mantei war klar: „Das Spiel heute hat uns gezeigt, dass es nicht laufen wird, wenn wir nicht genug dafür tun. Es wird nie ein Selbstläufer.“ Den späten Brambaueraner Ausgleich bezeichnete Mantei deshalb auch als verdient.

Der moralische Sieger des 1:1-Unentschiedens hieß Brambauer. Bidar: „Wir können, wenn wir diszipliniert spielen und eine große Laufbereitschaft an den Tag bringen, in der Lage, jeden Gegner zu ärgern. Wir müssen halt nicht nur gegen die ersten Zehn, sondern auch gegen den unteren Bereich da sein.“

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Sportler durch und durch, der auch für alle Sportarten außerhalb des Fußballs viel übrig hat. Von Hause aus Leichtathlet, mit einer Faszination für Extremsportarten, die er nie ausprobieren würde. Gebürtig aus Schwerte, hat volontiert in Werne, Selm, Münster und Dortmund.
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Sebastian Reith

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