Marcel Mai ärgerte sich über die vermeintliche Fehlentscheidung. © Günther Goldstein
Handball

LSV-Trainer Marcel Mai genervt: „Die Rote Karte war eine Fehlentscheidung!“

Nachdem Marcel Mai, Trainer des Lüner SV, Videoaufnahmen gesehen hatte, die das Foul von Anna Lieneke zeigten, legte sich Mai fest: Für ihn beeinflusste die Karte klar den Spielausgang.

Mit 23:26 unterlag der Lüner SV am Sonntag im Derby der Handball-Oberliga gegen die Damen des VfL Brambauer. Dabei hatte der Lüner SV noch zur Pause mit zwei Toren geführt. LSV-Trainer Marcel Mai sah eine klare Fehlentscheidung, die die Niederlage bedingt habe.

Die Rote Karte gegen LSV-Kreisläuferin Anna Lieneke nach 24 Minuten bewerteten beide Trainer völlig unterschiedlich. „Aus meiner Sicht diagonal übers Spielfeld war die Karte meiner Meinung nach aber berechtigt“, sagte Brambauers Trainer André Schwedler am Sonntag. Marcel Mai, Trainer der LSV-Handballerinnen, sah das vollkommen anders, wie er am Montag mit etwas Abstand erzählte: „Die Rote Karte ist eine Fehlentscheidung gewesen und über 60 Minuten gesehen spielentscheidend.“

Anna Lieneke (r.) ist eine der wichtigsten LSV-Spielerinnen im Kader.
Anna Lieneke (r.) ist eine der wichtigsten LSV-Spielerinnen im Kader. © Weitzel © Weitzel

Anna Lieneke fehlte dem Lüner SV 35 Spielminuten

Dass Anna Lieneke, beim LSV die zentrale Mittelspielerin in der Abwehr und vorne am Kreis aktiv, ein Foul begangen hat, war unstrittig. Nach einem Videostudium ordnete Mai das Foul aber nicht so hart ein. „Anna reißt am Trikot und die Spielerin fällt, aber das war keine Rote Karte, sondern eine Zwei-Minuten-Strafe“, sagte Marcel Mai.

Und da die erfahrene Spielerin dem Tabellenvorletzten 35 Spielminuten fehlte, hatte der LSV dadurch einen erheblichen Nachteil, der sich auf das Endergebnis ausgewirkt habe. „Sie ist eine unserer wichtigsten Spielerinnen“, betonte Mai.

Ob der LSV mit Anna Lieneke nicht verloren hätte? „Das weiß ich nicht“, antwortete Marcel Mai, „wir verwerfen sieben Siebenmeter.“ Will heißen: Nur an der vermeintlichen Fehlentscheidung kann es letztlich nicht gelegen haben. Der VfL Brambauer profitierte extrem von der starken Torhüterin Karen Jaschewski, die zahlreiche gefährliche Bälle hielt.

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Sebastian Reith

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