Am Wochenende ging es für die erste Lüner Mannschaft wieder richtig zur Sache. © Jens Lukas
Fußball

Knapp acht Wochen vor dem Saisonstart: Erstes Testspiel mit Lüner Beteiligung

Erst seit wenigen Wochen ist auch bei den Senioren wieder ein geregelter Trainingsbetrieb möglich. Eine Lüner Fußballmannschaft stand jetzt aber sogar schon wieder in einem Spiel auf dem Platz.

Kondition bolzen, leichte Passübungen, vereinfachte Spielformen – wenn bei den Lüner Fußballmannschaften derzeit überhaupt schon wieder regelmäßig trainiert wird, dann stehen zu Beginn der Vorbereitung zumeist Übungen auf dem Plan, die im Normalfall auf wenig Gegenliebe stoßen würden.

Angesichts der zurückliegenden Zwangspause ist aber derzeit wohl so ziemlich jede Trainingsform willkommen. Ein Lüner Verein hat jetzt allerdings schon das erste Testspiel absolviert. Knapp acht Wochen vor dem derzeit angepeilten Saisonstart.

Tropische Temperaturen beim ersten Spiel

Für den SV Preußen Lünen war das Spiel am Sonntag (20. Juni) beim Wambeler SV dabei gleich in zweierlei Hinsicht eine besondere Partie: Nicht nur, dass es das erste offizielle Spiel einer Lüner Mannschaft nach Monaten des Lockdowns war, es war auch das allererste Spiel der komplett runderneuerten Preußen-Elf.

Für die Mannschaft von Neu-Trainer Patrick Höfig, die sich überwiegend aus Spielern der einstigen zweiten Mannschaft zusammensetzt, war es demnach eine erste Standortbestimmung im Vorfeld der neuen A-Liga-Saison. Ein Test, der bei nahezu tropischen Temperaturen im Wambel stattfand und bei dem die Preußen gegen den B-Ligist zumindest auf dem Papier als Favorit ins Spiel gingen.

Patrick Höfig trainiert mit dem SV Preußen neuerdings einen A-Ligisten.
Patrick Höfig trainiert mit dem SV Preußen neuerdings einen A-Ligisten. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Dabei besteht der neue Kader der Horstmarer überwiegend aus Spielern, die zuletzt in der C-Liga aktiv waren. Dementsprechend realistisch dürfte teamintern auch die schlussendlich deutliche 2:5-Niederlage der Preußen eingeordnet werden.

Schmidt trifft per Fallrückzieher

Dennoch wusste die Höfig-Elf vor allem in der ersten Halbzeit durchaus zu überzeugen, spielte gefällig nach vorne und erarbeitete sich durch Jannik Klage, Marcel Michels und Sascha Umlandt erste Chancen. Dennoch ging Wambel nach einem Kontertor mit einer 1:0-Führung in die Pause.

In der zweiten Hälfte schraubte der B-Ligist das Ergebnis dann schlussendlich in die Höhe. Das Highlight des Spiels blieb allerdings den Gästen aus Horstmar vorbehalten: In der 61. Spielminute schoss Tom Cedric Schmidt zunächst an die Latte, verwertete den Abpraller dann allerdings sehenswert per Fallrückzieher.

Für das zweite Tor der Preußen sorgte Sascha Umlandt, der nach einer Flanke von Kapitän Klage per Kopf zur Stelle war. Für die Horstmarer ging es nach 90 Minuten zwar mit einer 2:5-Pleite im Gepäck gen Heimat, gegen einen B-Ligisten, der in der annullierten Spielzeit immerhin fünf von sieben Partien gewinnen konnte, wusste der gänzlich neuformierte A-Ligist aber zumindest phasenweise durchaus zu überzeugen.

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Aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 für die Ruhr Nachrichten im Einsatz.
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Marius Paul

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