Der Lüner Gerrit Engemann bekommt es bei der Turnierserie mit internationalen Topstars zu tun. © Privat
Tischtennis

Internationales Top-Turnier: Lüner Profi fordert Weltklassespieler

Es gibt nur wenige Akteure, die ihren Sport derzeit vergleichsweise ungehindert ausüben können. Doch in Gerrit Engemann misst sich ein Lüner Profi aktuell sogar mit internationalen Top-Stars.

Wer seinem Sport derzeit trotz bedrohlicher Pandemie-Lage weitestgehend normal nachgehen kann, ist entweder Individualsportler, oder gehört zur deutschen und internationalen Spitze. Diese Beschreibung trifft auch auf einen Lüner Profi zu, der sich momentan bei einem besonderen Turnier mit den besten seines Fachs misst.

Sieg gegen den Weltranglisten-16.

Gerrit Engemann ist eine der großen Nachwuchshoffnungen im deutschen Tischtennis. Normalerweise steht der 21-Jährige in der zweiten Bundesliga für den TTC Grün-Weiß Bad Hamm an der Platte, doch da auch der Deutsche Tischtennis-Bund den Spielbetrieb unterhalb der Beletage vorerst eingestellt hat, ist Engemann aktuell auf andere Alternativen angewiesen.

Eine dieser Alternativen sind die Düsseldorf Masters. Bei der Turnierserie, die im vergangenen Jahr Premiere feierte, treffen bis Ende Mai regelmäßig sechs Talente aus dem Nachwuchskader der deutschen Nationalmannschaft auf zwei internationale Topspieler. Mit von der Partie ist auch der Lüner Gerrit Engemann.

Schon bei der ersten Auflage im letzten Jahr ging der 21-Jährige an den Start und konnte mit dem Sieg über den damaligen Weltranglisten-16. Patrick Franziska einen deutlichen Achtungserfolg feiern. An diese Erfahrungen will Engemann in Düsseldorf jetzt anknüpfen.

Jeden Sonntag ein Turnier

Mit der Turnierserie wolle man den Nachwuchstalenten dem Verband zufolge trotz der Pandemie eine „maximale Matchpraxis“ ermöglichen. Der Startschuss für die Düsseldorf Masters fiel am Sonntag (11.4.).

Dabei ging Engemann durchaus favorisiert in das Auftaktturnier, belegte nach einem Sieg und einer Niederlage in seiner Gruppe allerdings nur den zweiten Rang und musste anschließend zuschauen, wie der Skandinavier Anton Källberg im Finale den mehrfachen Afrikameister Omar Assar mit 3:1 bezwang und sich somit den ersten Sieg in der Turnierserie sicherte.

In den nächsten Wochen hat die Lüner Nachwuchshoffnung jetzt allerdings noch an nahezu jedem Sonntag die Gelegenheit, die eigene Bilanz aufzupolieren und sein Können vor allem auch trotz der Pandemie in einem alternativen Spielbetrieb unter Beweis zu stellen.

Über den Autor
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Aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 für die Ruhr Nachrichten im Einsatz.
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Marius Paul
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