Sebastian Hahne wechselt vom Holzwickeder SC nach Lünen. © Neumann
Fußball-Westfalenliga

„Ein absoluter Hammer“: Sebastian Hahne wechselt trotz besserer Angebote zum Lüner SV

Oberliga-Stürmer Sebastian Hahne wird demnächst für den Lüner SV auflaufen. Dabei hat der Westfalenligist zuletzt offenbar auch höherklassige Konkurrenten im Werben um den 25-Jährigen ausgestochen.

Was lange währt, wird endlich gut – so oder so ähnlich könnte man den Transfer von Top-Stürmer Sebastian Hahne vom Holzwickeder SC zum Lüner SV beschreiben. Seit Wochen hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass der Top-Stürmer des HSC seinem Trainer Axel Schmeing zum LSV folgen könnte. Am Dienstag (22. Juni) gab der Westfalenligist den Transfer des Angreifers dann offiziell bekannt.

Hahne trainierte zur Probe bei Regionalligisten

„Das ist für mich persönlich und für den Verein ein absoluter Hammer“, wird der neue LSV-Trainer Axel Schmeing auf der Facebook-Seite des Westfalenligisten zitiert. Dabei ist Hahne neben Ferdinand Franzrahe, René Richter und Nico Berghorst bereits der vierte HSC-Spieler, den es zur neuen Saison zum Lüner SV zieht.

Keine Selbstverständlichkeit, trainierte der 25-jährige Hahne doch zuletzt sogar noch bei einigen Regionalligisten mit, um möglicherweise noch den Sprung in die vierte Liga zu schaffen. Doch daraus wurde nichts, stattdessen läuft der Angreifer demnächst in der sechsten Liga auf.

Für den Lüner SV ein enormer Qualitätsgewinn, traf Hahne in den vergangenen sechs Oberliga-Spielen gleich fünfmal. „Als meine Entscheidung feststand, in Lünen eine neue Herausforderung anzutreten, sprachen mich einige Spieler auf das neue Projekt an – unter anderem auch Sebastian“, so Schmeing.

„Keine Entscheidung gegen den Holzwickeder SC“

Doch nicht nur der enge Kontakt zu Schmeing, sondern auch die Verbindung zum neuen Sportlichen Leiter des LSV, Marcel Piaszyk, hat bei der Wechsel-Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt. „Einerseits habe ich Sebastian in Sachen Regionalliga natürlich die Daumen gedrückt, andererseits habe ich auch gehofft, dass sich für uns vielleicht doch noch eine Chance ergibt“, so Piaszyk, der seit Jahren eng mit seinem neuen, alten Top-Stürmer befreundet ist.

Als sich abzeichnete, dass sich der Sprung in die Regionalliga nicht realisieren lässt, habe Schmeing zufolge ein möglicher Transfer nach Lünen noch einmal enormen Auftrieb erhalten. „Wir haben in den letzten Jahren ein großes Vertrauensverhältnis aufgebaut. Deshalb ist Sebastians Wechsel auch keine Entscheidung gegen Holzwickede gewesen, sondern für die weitere Zusammenarbeit mit Personen, mit denen er glaubt, seine sportlichen Ziele verwirklichen zu können“, so der neue LSV-Coach.

Dabei habe sich Hahne, der aus der Jugend des Hombrucher SV stammt, trotz „besserer Angebote für uns entschieden“, erklärt Schmeing. Für den Lüner SV ein Transfer, der die offensiven Qualitäten des Westfalenligisten insgesamt noch einmal auf ein höheres Level heben dürfte. Es scheint also wahr zu sein: Was lange währt, wird tatsächlich gut.

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Aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 für die Ruhr Nachrichten im Einsatz.
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Marius Paul

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