Ein heimischer Oberliga-Kicker war im vergangenen Jahr an Corona erkrankt und hat auch heute noch unter den Nachwirkungen zu leiden. © Art
Fußball

Zwei Monate nach Infektion: Amateurkicker (24) kann immer noch nicht riechen und schmecken

Der sportliche Lockdown hält jetzt schon seit Oktober an. Alle sind heiß auf Fußball. Nur: Ein Oberliga-Kicker kann sich das nach seiner Corona-Infektion nun gar nicht vorstellen.

Die Zahl der Corona-Infektionen ist auch im Januar 2021 nach wie vor hoch. Das Robert-Koch-Institut registrierte am Mittwoch 3.656 Neuinfektionen landesweit in Nordrhein-Westfalen. Der Lockdown wird deshalb bis Ende des Monats verlängert – auch im Sport. Das kommt einem Oberligaspieler ganz gelegen, der noch immer unter den körperlichen Auswirkungen einer Corona-Erkrankung zu leiden hat.

Dabei sieht es bei seinem Holzwickeder SC eigentlich gut aus: Mit sechs Siegen in sechs Spielen sind die Emscherhusaren ungeschlagen und rangieren in der Oberliga auf dem zweiten Aufstiegsplatz. Das freut auch Spielführer Nils Hoppe, der indes in den letzten Wochen des vergangenen Jahres wenig zu lachen hatte. Eine Corona-Infektion macht ihm trotz des eigentlich milden Verlaufs noch heute zu schaffen.

Hils Hoppe, Holzwickeder SC
Nils Hoppe (rechts) ist Spielführer des Holzwickeder SC und hat noch immer unter den Nachwirkungen der Corona-Infektion zu leiden. © Neumann © Neumann

„Plötzlich war das Virus da. Ich litt unter ständiger Erschöpfung und vor allem Müdigkeit. Das war nicht so cool“, beschreibt der 25-jährige Student der TU Dortmund die Symptome. Mehr nicht. „Ich habe zwischenzeitlich etwas schlecht Luft bekommen, bin aber ansonsten ganz entspannt in Quarantäne durch die Krankheitsphase gekommen“, beschreibt der Oberligaspieler doch merklich überrascht.

Auch WG-Mitbewohner Max Venos erkrankte an Corona

Auch seinen Team- und WG-Kollegen Max Venos hatte es erwischt. Doch irgendwie war auch bei dem nichts zu merken. Hoppe allerdings ist bewusst, dass das Coronavirus unterschiedlich bei den Menschen wirkt und war am Ende schlichtweg nur glücklich, dass er keine schwere Phase durchgemacht hat.

„Das Virus kennt keine Altersschranken.“

Nils Hoppe, Holzwickeder SC

„Das sieht bei einem 24-jährigen Freund von uns schon ganz anders aus“, warnt Hoppe vor allem junge Mitmenschen, das Virus nicht zu unterschätzen. „Bei ihm war der Krankheitsverlauf deutlich schlimmer. Jetzt, zwei Monate danach, kann er immer noch nicht riechen und schmecken. Das Virus kennt keine Altersschranken.“

Lediglich das Treppensteigen hat sich verbessert

Und auch Nils Hoppe selbst ist nach Besuchen beim Kardiologen und beim Lungenfacharzt noch nicht wieder richtig auf dem Damm. „Ich wollte zwischenzeitlich mal wieder joggen gehen, habe mich dabei aber nicht so wohl gefühlt und es gleich wieder gelassen“, erklärt er. „Das Treppensteigen hat sich verbessert, aber ich bin definitiv noch nicht fit für ein Fußballspiel unter Belastung.“

Und so ist Nils Hoppe derzeit einer der Kicker, die noch gut und gerne einige Wochen ohne Meisterschaftsspiele auskommen könnten. „In meiner jetzigen körperlichen Verfassung bin ich definitiv noch nicht reif für die Oberliga. Obwohl ich erst 25 Jahre alt bin, hat mir Corona im Nachhinein doch ordentlich zugesetzt.“

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Thorsten Teimann

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