Der Königsborner SV - hier Trainer Andreas Feiler - stellt sich in der Corona-Pause schon einmal für die Zukunft auf und trifft erste personelle Entscheidungen. © Palschinski
Fußball

Verband wird konkreter: Jetzt kommen mehr Kicker im Testspiel zum Einsatz

Der SuS Oberaden hat vor eineinhalb Wochen das erste Testspiel unter Corona-Bedingungen ausgetragen. Der Einsatz von 15 Spielern war möglich. Eigentlich dürfen aber mehr mitwirken.

Seit dem 15. Juli gilt eine neue Coronaschutzverordnung. Diese besagt, dass im Freien Kontaktsport in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden kann. Unsicherheit herrschte darüber, wer alles zu den 30 Personen zählt. Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW), klärt auf.

„Erlaubt ist auf dem Spielfeld das Spiel elf gegen elf. Dazu kommen die Schiedsrichterinnen beziehungsweise Schiedsrichter und Trainerinnen und Trainer. Auch der Physio, sollte eine Mannschaft über eine entsprechende Person verfügen, wird dazu gezählt“, erklärt Manfred Schnieders nach einem Gespräch mit dem Landessportbund NRW.

„Die 30 bezieht sich auf die Personen, die aktiv am Spiel auf dem Platz beteiligt sind.“

Manfred Schnieders

„Die ‚30‘ bezieht sich auf die Personen, die aktiv am Spiel auf dem Platz beteiligt sind. Bei einer Auswechslung ändert sich die Anzahl der Personen auf dem Spielfeld logischerweise nicht. Eine Mannschaft kann also beliebig viele Spielerinnen oder Spieler einsetzen“, so Schnieders weiter, der gleichzeitig erklärt, dass die Obergrenze für den Trainingsbetrieb eingeführt wurde. „Sollte hier eine Trainingsgruppe über 30 Teilnehmende haben, geht das nicht. Hier greift dann die Begrenzung“, erklärt der Vizepräsident Amateurfußball und betont, dass das letzte Wort in der Angelegenheit die jeweiligen Kommunen haben.

Verschiedene heimischen Mannschaften haben sich in den vergangenen Tagen bereits nach der Verordnung verhalten. In Testspielen wurden mehr als vier Akteure gewechselt. Am Spielfeldrand saßen die vier Akteure, der Rest der Mannschaft nahm beispielsweise auf der Zuschauertribüne Platz und wurde dann eingewechselt.

Rückverfolgung und Hygienekonzept sind erforderlich

Eine Rückverfolgung und die Einhaltung der Abstandsregeln sowie ein ausgearbeitet Hygienekonzept ist aber weiterhin unerlässlich. Dies gilt auch für eine weitere Lockerung: Mit den Neuerungen dürfen sich nun auch bis zu 300 Zuschauer auf einer Sportanlage aufhalten. Für Vereine wichtig: Jeder Club sollte Ordner abstellen, die auf die Abstandsregel achten. Nicht zum ersten Mal versammeln sich Fan-Gruppen dicht zusammen, um das Testspiel gemeinsam zu verfolgen.

Um eigene Umsetzungskonzepte zu entwickeln, könne Vereine auf eine Vielzahl von Informationen und Hilfestellungen zurückgreifen. Große Sport- und Festveranstaltungen bleiben allerdings weiterhin bis zum 31. Oktober untersagt. Bei allen sportlichen Vereinsaktivitäten sind weiterhin die grundsätzlichen Hygiene- und Infektionsschutzstandards zu beachten.

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Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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Thorsten Teimann

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