Der erste sportliche Appetithappen geht den Unnaern in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie verloren. © Neumann
Aufwand zu groß

Unna verliert corona-bedingt das nächste Sport-Highlight

Zusammenkünfte in großem Rahmen sind in dieser Zeit nicht möglich - auch sportlich nicht. Und so verliert die Stadt Unna in diesem Jahr das nächste sportliche Highlight.

Das Hochsprung-Meeting des TV Unna ist jedes Jahr ein fester Termin im Sportkalender der Stadt Unna. Die nationale und internationale Elite misst sich hier jeweils zum Jahresanfang in den Hellweg-Sporthallen vor den Augen von zahlreichen Fans und immer wieder auch Bundestrainerin Brigitte Kurschilgen, die eine erste Sichtung vornimmt. Nur: Diesmal ist alles anders.

Wegen der großen nationalen Bedeutung des Meetings für den deutschen Hochsprung hatte der TV Unna schon Ende des Jahres 2020 überlegt, das sportliche Highlight in abgespeckter Form durchzuführen. Nur die Leistungsträger sollten an den Start gehen und die Latte anpeilen. Aber auch daraus wird nichts: Das Hochsprung-Meeting ist abgesagt.

„Am Ende haben wir uns dann überlegt, dass eine Ausrichtung keinen Sinn macht.“

Melanie Neitzel, TV Unna

Melanie Neitzel vom TV Unna begründet die Absage: „In der Pandemie sind die Hygieneauflagen groß, wir müssen uns an viele Regeln halten. Am Ende haben wir uns dann überlegt, dass eine Ausrichtung keinen Sinn macht.“ Neitzel weiter: „Wir wollen den Athletinnen und Athleten immer die bestmöglichen Bedingungen geben, das aber ist diesmal nicht zu leisten.“

TV Unna Hochsprung Meeting Uli Dreischer Melanie Neitzel
Sind die Macher beim Hochsprung-Meeting: TVU-Vorsitzender Ulrich Dreischer und Melanie Neitzel. © Neumann © Neumann

Und so hatte der TVU-Vorstand die Idee und den Wunsch der Bundestrainerin, nur die Besten der Besten starten zu lassen, rasch verworfen und sich schließlich nur noch auf den Nachwuchs konzentriert. Neitzel: „Wir sind ja ein Familienverein und wollten wenigstens noch unsere Jugendlichen und Kinder an den Start bringen. Aber auch das ist nunmehr kein Thema mehr.“

Es ist übrigens nicht angedacht, das Meeting im Sommer – möglicherweise auch im Freien – nachzuholen. Das passe laut Neitzel, die auf Verbandsebene auch Wettkampfwartin ist, auch nicht in den Terminkalender der Sportlerinnen und Sportler. „Die Athleten bekommen wir nicht nach Unna“, sagt sie und meint weiter mit Blick auf das Coronavirus: „Keiner weiß jetzt, was im Sommer ist.“

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Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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Thorsten Teimann
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