So kennt man Thomas Rycharski aus „alten Tagen“: Engagiert feuert er sein Team an. © awa
Handball

So lange hält die „Auszeit“ vom TuRa-Trainer noch mindestens an

Oberligist TuRa Bergkamen muss noch länger auf seinen Trainer warten. Der hat seinen Blick auf andere Dinge gerichtet, als auf den Handball.

Die Handballpause bei Thomas „Tomek“ Rycharski hält auch im neuen Jahr weiter an. Zum einen, weil das Coronavirus sportlichen Wettstreit ohnehin unmöglich macht, zum anderen aber auch, weil seine ihm selbst auferlegte „Auszeit“ noch nicht beendet ist. „Mir geht es schon viel besser. Vor dem 30. Juni werde ich aber dennoch nicht wieder ins Trainergeschäft einsteigen“, sagt Rycharski.

Ende September – also kurz vor dem Start in die Saison – hatte „Tomek“ den Vorstand des Handball-Oberligisten HC TuRa Bergkamen darüber informiert, dass er eine Auszeit nehmen müsse. „Ich habe zu dem Zeitpunkt nur noch funktioniert. Für mich war es eine Erleichterung, diesen Schritt gemacht zu haben“, sagt Rycharski.

Im Mai des kommenden Jahres wird der ehemalige Bundesligaspieler 38 Jahre alt und der Handball genoss in fast all diesen Jahren einen sehr hohen Stellenwert. „Ich habe das immer mit sehr viel Spaß und Freude gemacht, doch irgendwie ist das verloren gegangen. Das habe ich schon im März gespürt und natürlich wäre es besser gewesen, wenn ich meine Entscheidung schon früher und nicht kurz vor dem Saisonstart getroffen hätte“.

Die Feiertage will Rycharski dazu nutzen, um über seine sportliche Situation nachzudenken. Fest steht, dem Familienleben hat die Auszeit gutgetan. „Meine Tochter wird im März ein Jahr alt. Sie ist vorher doch zu kurz gekommen.“

Sicher ist indes nicht, dass seine Pause bereits im Sommer beendet ist. Es könne auch sein, dass er die um unbestimmte Zeit verlängert. „Falls ich aber wieder einsteige, ist TuRa natürlich mein erster Ansprechpartner. Ich habe dort einen Zweijahresvertrag unterschrieben und der ist noch gültig“, sagt der Handball-Lehrer. „Falls der Verein aber einen Neuen holen muss oder will, werde ich dem sicher nicht im Wege stehen. Der TuRa-Vorstand hat sich mir gegenüber auch immer sehr fair verhalten“.

Als Trainer sprang bekanntlich Lars Stratmann ein. Nach dem ersten Spieltag, da setzte es für TuRa eine denkbar knappe 26:27-Niederlage gegen den als Mitfavoriten auf den Titel gehandelten TV Soest, wurde die Spielzeit schon wieder wegen der Coronakrise unterbrochen. Dieser Zustand hält derzeit noch an, wann es weitergeht, ist völlig offen. Der Trainings- und Spielbetrieb beim HC TuRa ist komplett auf Eis gelegt. „Wir können nichts machen und haben uns entsprechend schon einige Wochen auch gar nicht mehr gesehen“, berichtete Lars Stratmann. Lediglich individuelle Laufeinheiten sind derzeit möglich.

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Redaktion Lokalsport
Geburtsjahr 1956, früherer Handballer, erst Freier Mitarbeiter und nun seit „Urzeiten“ Sportredakteur im Verlagshaus Rubens. Sechsfacher Opa, zeitlich gut ausgelastet. Familienmensch, der gern mit Freunden unterwegs ist.
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Michael Friehs
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