Radsport

RSV Unna sprintet auf der Olympiastrecke von London vorneweg

Wie Olympioniken dürften sich jetzt die Radsportler des RSV Unna gefühlt haben. Sie meisterten die Strapazen der Olympiastrecke von 2012 in London.
Marie Wember vom RSV Unna war auf der virtuellen Olympiastrecke von London beste U15-Schülerin. © RSV

Der Radsport muss wegen Corona pausieren. Das betrifft auch die Radfahrer des RSV Unna. Nach der Weihnachtspause ging es als Ersatz für die ausgefallenen Radsport-Freiluftveranstaltungen zuletzt weiter mit den internationalen Heimtrainerrennen.

Die Bedingungen der Strecke mit Steigungen und Abfahrten und die Leistungen der Teilnehmer gehen dabei in ein Computerprogramm ein, das die Werte in die Platzierung auf den Bildschirm überträgt und somit realistische Rennbedingungen erzeugt.

Im Wettkampf der Nachwuchsklasse U15 auf der nachempfundenen Olympiastrecke von London 2012 ging es im Finale eng zu. Im Ziel lag Jan Kadrispahic aus Slowenien einige Sekunden vor Tom Wendel vom RSV Unna, der den dritten Platz belegte.

Erfreulich war, dass Tom Wendel im Vereinstrikot mehrfach mit seinen Daten und seiner Fahrweise live im Internet für alle internationalen Zuschauer mit zu verfolgen war. Jonathan Müller erreichte in der Altersklasse den achten Rang. Marie Wember wurde Zehnte und war damit beste U15-Schülerin.

Auch Trainer Tobias Müller vom RSV Unna beteiligte sich virtuell am Rennen auf der Londoner Olympiastrecke. © RSV © RSV

Im U17-Rennen, das auch über 15 Kilometer ging, mussten Max Geppert und David Sechmann mit technischen Defekten das Rennen frühzeitig beenden. Die übrigen RSV-Starter hielten sich von Beginn an in der Spitzengruppe. Erst kurz vor dem Finale mussten sie den starken Moritz Bell aus Aachen ziehen lassen. 30 Sekunden dahinter wurde Lasse Schenkmann Zweiter, knapp gefolgt von Paul Zink auf Platz drei und Sebastian Kowolik auf Rang vier.

Olympiasteigung verlangt den Fahrer des RSV Unna hohe Watt-Zahlen ab

Die extra gemessene Steigung auf dem Kurs fuhr Sebastian Kowolik über sieben Minuten lang mit erstaunlichen 304 Watt hinauf. Im Vergleich: Vereinstrainer Tobias Müller absolvierte die Olympiasteigung mit 462 Watt über 5:52 Minuten. Müller belegte im Männerrennen über 30 Kilometer mit über 100 internationalen Startern im Gesamtergebnis den hervorragenden 15. Platz. In seiner Masters-Altersklasse rangierte er auf Platz fünf.

Durch die öffentlichen Daten mit den Pulswerten, Wattzahlen und der Trittfrequenzanzeige wird den Trainern ein guter Rückschluss auf den Leistungsstand der Sportler ermöglicht. So sind die elektronischen Rennen nicht nur ein willkommener Ersatz zu den „echten“ Rennen, sondern auch zu einem neuen Trainingssteuerungsinstrument im Radsport geworden.

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