Laura Nolte und Deborah Levi blieben am Sonntag in St. Moritz in der Zweierbob-Konkurrenz hinter ihren Erwartungen zurück. © dpa
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Laura Nolte muss vor der Junioren-WM die kleinen Fehler abstellen

Mit den zwei Weltcups in St. Moritz liegt ein kurvenreiches Wochenende hinter der Bobpilotin Laura Nolte aus Unna. Die blickt schon auf die nächste große Herausforderung.

Gleich viermal durch Horse-Shoe, Telephone, Nash-Dixon und Devils Dyke ging es an einem kurvenreichen Wochenende für Unnas Bobpilotin Laura Nolte. An traditionsreicher Stelle in St. Moritz standen für die junge 22-Jährige zwei weitere Weltcup-Rennen auf dem Programm.

Am Samstag in der Monobob-Konkurrenz lieferte Laura Nolte eine starke Vorstellung ab und landete als Zweite auf dem Podium. Am Sonntag im Wettbewerb mit dem Zweierbob stand ein respektabler sechster Platz auf dem Scoreboard im Schweizer Nobelort.

In St. Moritz ist die älteste Bobbahn der Welt mit 16 Kurven

Auf der ältesten Bobbahn der Welt, die in jedem Jahr aufs Neue aufgebaut wird, ging es zunächst alleine durch die insgesamt 16 Kurven, die allesamt spezielle Namen haben. „Gerade im ersten Durchgang hatte ich doch einige kleine Fehler drin“, analysierte Nolte treffend. Die Folge davon war ein knapper Rückstand auf die US-Amerikanerin Elana Meyers-Taylor, der auch nach einem deutlich besseren zweiten Lauf noch Bestand hatte.

„Mit dem zweiten Platz bin ich sehr zufrieden“, so Nolte. „Ich weiß, was ich noch verbessern kann und werde daran arbeiten.“ Auffällig war aber, dass die junge Pilotin oben am Start diesmal nicht zu den Allerschnellsten gehörte. Meyers-Taylor, Stephanie Schneider (Deutschland) und Andrea Grecu aus Rumänien waren hier jeweils einen Tick fixer.

Laura Nolte Bobsport St. Moritz
Laura Nolte aus Unna freute sich am Samstag über ihren zweiten Platz im Monobob-Weltcup in St. Moritz. © dpa © dpa

Das änderte sich am Sonntag im Rennen der Zweierbobs aber schnell wieder. Hier konnte sich Nolte wieder auf die Dienste ihrer Anschieberin Deborah Levi verlassen. Hier legten die beiden Deutschen jeweils die zweitbeste Anschubzeit hin. Schneller war diesmal nur Meyers-Taylor.

„Wir haben einige Patzer drin gehab.“

Laura Nolte

Allerdings brachte Nolte vor allem die erste Fuhre auf der 1700 Meter langen Natureisbahn in den Schweizer Alpen nicht wirklich fehlerfrei ins Tal. „Wir haben einige Patzer drin gehabt und viele Banden bekommen“, so die Deutsche Meisterin. „Der zweite Durchgang war dann viel besser, dennoch hat es nicht mehr zum Aufholen gereicht.“

Laura Nolte nun Zweite in der Weltcup-Gesamtwertung

Am Ende standen in einer Gesamtzeit von 2:17,19 Minuten 65 Hundertstel Rückstand auf die siegreiche Schneider zu Buche. Den zweiten Rang belegte Meyers-Taylor, vor Lokalmatadorin Melanie Hasler aus der Schweiz. Dennoch war die junge Unnaerin mit ihrem Wettkampf nicht unzufrieden. Immerhin konnte sich Nolte im Gesamtweltcup verbessern und liegt mit 1061 Punkten nun auf dem zweiten Gesamtplatz. In Abwesenheit der bis dato Führenden Kim Kalicki (1038) übernahm hier die Österreicherin Katrin Beierl (1122) die Spitzenposition.

Während der Weltcup-Tross nun weiterzieht in Richtung Königssee werden Laura Nolte und Deborah Levi weiter in St. Moritz bleiben. Dort steht am frühen Freitagmorgen (9 Uhr) das Rennen im Rahmen der Junioren Weltmeisterschaften an. Mit einem Sieg würden sie nicht nur einen großen Erfolg für sich verbuchen, sondern zudem einen weiteren Startplatz für die deutsche Mannschaft bei der Heim-WM Anfang Februar in Altenberg buchen.

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