Marc Woller äußerte sich erstmals zu seiner neuen Aufgabe beim Fußball-Oberligisten Holzwickeder SC. Der 52-Jährige ist aktuell Co-Trainer beim SV Lippstadt. © Teimann
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Künftiger HSC-Coach Marc Woller: „Es gibt Spielertypen, die ich gerne hätte“

„Das ist wie nach Hause kommen“, erklärte am Montag Marc Woller während der Pressekonferenz seines künftigen Vereins Holzwickeder SC. Und wer nach Hause kommt, der bringt „Geschenke“ mit.

Seit Sonntag nun steht fest, dass Marc Woller der künftige Trainer des Holzwickeder SC ist. Am Montagabend äußerte sich der 52-Jährige erstmals zu seiner neuen Aufgabe. „Das ist wie nach Hause kommen“, lächelte er in die Kamera.

Und obwohl noch nicht klar ist, in welcher Liga der Holzwickeder SC künftig spielt, so hat Woller klare Vorstellungen: „Wenn wir die Möglichkeit haben, in die Regionalliga aufzusteigen, müssen wir sie wahrnehmen.“ Und der Co-Trainer des SV Lippstadt kam ins Schwärmen: „Die Regionalliga ist besser, ein ganz anderes Niveau.“

Woller kann sich Zusammenarbeit mit Co-Trainer Bartel vorstellen

Ob es am Ende reicht, hängt auch von den Spielern ab. „Ich werde mir einen Überblick verschaffen und dann schauen, auf welchen Positionen es Nachholbedarf gibt“, sagt er. Dabei kann er sich auch eine Zusammenarbeit mit Co-Trainer Florian Bartel durchaus vorstellen.

„Wenn dabei Spieler aus Lippstadt sind, die nicht verlängert haben, ginge das auch.“

Marc Woller

Fest steht, dass auch Marc Woller eine Liste mit Spielernamen in der Tasche hat. „Ich habe eine Liste von Spielern. Es gibt Leute, die ich ganz gerne hätte, bestimmte Typen. Wenn dabei auch Spieler aus Lippstadt sind, die dort nicht verlängert haben, ginge das auch.“ Abwerben werde er aber definitiv niemanden. So etwas mache er nicht.

Holzwickeder SC als Farmteam des Regionalligisten SV Lippstadt

Der Neue kann sich aber durchaus vorstellen als eine Art Farmteam wie im Eishockey Spieler aus Lippstadt beim HSC zu parken. „Hier erhalten sie Spielpraxis und können sich weiterentwickeln. Davon profitieren beide Vereine“, hat der Kamener bereits konkrete Vorstellungen. Diese Verstärkungen wären nicht nur für einen Verein wie den Holzwickeder SC ein Geschenk.

Die Gemeinde könne stolz auf das Aushängeschild HSC im Kreis Unna sein. Auf der anderen Seite verfüge der Verein über ein intaktes Umfeld: „Die Infrastruktur mit den vielen Sportplätzen ist super. Die Nachwuchsarbeit ist klasse. Besser geht es ja wohl kaum“, sagt Woller.

In Holzwickede bekleidet der 52-Jährige übrigens erstmals in der westfälischen Eliteliga den Posten des Cheftrainers. Holzwickede als Sprungbrett für eine steile Trainerkarriere? Wohl eher nicht. Woller: „Die Sehnsucht nach einem Cheftrainerposten war in Rhynern groß, als wir in die Regionalliga aufgestiegen sind. Da wollte ich Haupttrainer werden. Jetzt ist das anders, jetzt bin ich einfach froh, dass ich diese Gelegenheit beim Holzwickeder SC bekomme.“ Vor seiner neuen Tätigkeit hat er jede Menge Respekt, sieht sie aber auch als Geschenk an.

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Redaktion Lokalsport
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Thorsten Teimann

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