Trainer Andreas Feiler (rechts) und sein Team hätten im November zwei Derbys im eigenen Stadion gehabt. © Neumann
Fußball

„KSV-Guru“ Daniel Krahn: „Das ist wirtschaftlich ein brutaler Verlust“

Aufsteiger Königsborner SV gehen im November gleich zwei Derbys durch die Lappen. „Wirtschaftlich ist das ein brutaler Verlust“, weiß der „Guru“ des Königsborner SV, Daniel Krahn.

Der Königsborner SV verfügt gerade erst über einen neuen Vorstand. Der arbeitet erfolgreich, was der sofortige Aufstieg in die Bezirksliga bestätigt. Nun aber kommt Corona mit seiner ganzen Wucht.

„Für die Sportvereine ist der Lockdown Light eine unfassbar große Herausforderung, Insbesondere für uns als fast komplett neuer Vorstand. Wir haben versucht, frischen Wind hereinzubringen, das ist uns sicherlich auch gelungen“, erklärt Daniel Krahn, neuer Abteilungsleiter in Königsborn. „Nun werden wir durch diese Pause in unserem Tatendrang gebremst.“

Im sportlichen Bereich hat der Aufsteiger einen tollen Start in die Bezirksliga hingelegt. „Das hätte ich so nicht erwartet“, war selbst der KSV-Chef überrascht.

Hofft, dass der Trainingsbetrieb im März wieder stattfinden kann: KSV-Fußball-Boss Daniel Krahn. © Stefan Milk © Stefan Milk

Leider mussten auch an der Kamener Straße einige Events abgesagt werden. So gab es keinen Westfalen-Cup für Mini-Kicker bis E-Junioren und auch der neu aufgelegte Urlaubsguru-Cup für Senioren musste im Juli und August ausfallen. Schon jetzt kann darüber hinaus gesagt werden, dass auch das traditionelle Drei-Königs-Hallenturnier für Junioren nicht stattfindet.

Aber nicht nur das: In diesem Monat hätte der KSV die hochinteressanten Heimspiele gegen den TSC Kamen und SG Massen auf dem Plan gehabt. „Das ist im wirtschaftlichen Bereich natürlich ein brutaler Verlust. Trotzdem habe ich für die Entscheidung des FLVW vollstes Verständnis, denn Gesundheit ist das wichtigste Gut“, sagt Krahn, Mitbegründer des Onlineportals „Urlaubsguru“.

„Aufgrund der Einbußen wird es ein harter Kampf.“

Daniel Krahn, Königsborner SV

Die Sponsoren halten dem Unnaer Verein weiterhin die Treue. Das gilt auch für die 500 Mitglieder. Mit den Trainern habe der Vorstand ebenfalls gesprochen, ab November ruhen zunächst die Aufwandsentschädigungen. Krahn: „Ich glaube nicht daran, dass in diesem Jahr noch gespielt wird. Vielleicht schaffen wir noch eine komplette Hinrunde im kommenden Jahr. Alle Vereine sollten aber dafür Sorge tragen, dass unsere Junioren wieder ein kontaktloses Training durchführen können, das wäre sehr wichtig. Aufgrund der Einbußen wird es zwar ein harter Kampf, doch wir werden finanziell noch recht gut durch den Winter kommen.“

Zu guter Letzt hat der KSV-Boss für alle Mitglieder und Fußball-Fans einen gut gemeinten Rat: „ Eine Empfehlung möchte ich noch aussprechen: Wir sollten optimistisch in die Zukunft schauen und die neu gewonnene Freizeit mit unserer Familie verbringen, weil wir uns im Sommer, wenn hoffentlich alles überstanden ist, täglich auf dem Sportplatz treffen werden, um das nachzuholen, was wir aktuell versäumen.“

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