Vereins-Challenge

Kanuten aus Unna üben sich in anderen Sportarten – und sporteln um die Wette

Wenn Kanufahren wegen Corona nicht mehr möglich ist, dann müssen Alternativen her. Die Kanuten aus Unna haben den Sport-Lockdown bei einer Challenge intensiv genutzt. Eine Familie stach besonders hervor.
Fahrradfahren war eine von sechs Sportarten, in denen sich die Kanuten aus Unna in ihrer Vereins-Challenge gemessen haben. © dpa

Die Corona-Auflagen haben den Sport vor einigen Monaten komplett lahmgelegt. Im Amateurbereich ging so gut wie nichts mehr. So auch bei den Kanuten des Kanuklubs Unna (KKU). Nachdem das Kanutraining am Bootshaus nicht mehr möglich war, beschloss der Vorstand zu Beginn des Jahres, ein alternatives Programm auf die Beine zu stellen. Schnell war die Idee eines vereinsinternen Challenge-Programms geboren. Damit sollten die Mitglieder in Bewegung und bei Laune gehalten werden.

Alle Mitglieder des Vereins wurden per Rundmail ermuntert, sich in acht aufeinander folgenden Wochen in sechs Sportarten zu messen. Durch eine Bewertungsformel, die SUP-Trainer Rüdiger Lonk entwickelt hat, wurden die Leistungen in den Teilsportbereichen vergleichbar gemacht. Nach zwei Monaten des intensiven Bewegens standen sowohl die Sieger in den Teildisziplinen als auch die Gesamtsieger fest.

Alle Altersklassen machen mit – sogar mit Ende 70

Auch die Familien mit der größten Teilnehmer- und Punktzahl wurden ermittelt. Kriterium für einen Punkt war die Leistung, die sportmotorisch etwa in einer Stunde zu bewältigen ist. Einen Punkt gab es jeweils für 20 km Fahrradfahren, 10 km Skaten, 7,5 km Laufen, 5 km Wandern oder Paddeln und für eine Stunde Kraft-oder Fitnesstraining. Der Slalomwart Robin Sprave hatte eigens für dieses Event ein Online-Fitnessprogramm entwickelt, das dreimal pro Woche angeboten wurde.

An der Aktion nahmen fast 50 Kanutinnen und Kanuten teil, und zwar im Alter von 2 bis 78 Jahren. Der Vorstand des Kanuklubs Unna hatte den Bewegungsdrang seiner Mitglieder also richtig eingeschätzt. Und die erzielten Gesamtleistungen und die Leistungen in den Einzeldisziplinen sind durchaus vorzeigbar. Dabei gab es folgende Ergebnisse:

Hartleifs feiern den Sieg in der Familien-Punktewertung

Bei den Kanutinnen siegte in der Gesamtwertung Susi Wege mit 116 Punkten vor Monika Hartleif mit 97 Punkten und Petra Glüer mit 78 Punkten.

Bei den männlichen Teilnehmern erzielte Rüdiger Lonk mit 134 Punkten das beste Ergebnis. Es folgten Ingo Röller mit 111 Punkten und Magnus Wagner mit 94 Punkten. Aus den Kanufamilien Glüer und Hartleif nahmen jeweils vier Personen teil. Die Familien-Punktewertung gewannen Monika, Sonja, Nina und Thomas Hartleif.

Die Siegerwerte in den Einzeldisziplinen lagen beim Radfahren bei 1747 km, beim Laufen bei 174 km, beim Paddeln bei 404 km, beim Wandern bei 510 km, beim Fitnesstraining bei 28 Stunden und beim Skaten bei 150 km.

Einteilung in Altersklassen bei der nächsten Challenge möglich

Die erfolgreichen Kanuten erhalten als Preise Masken, die von der KKU-Übungsleiterin Monika Hartleif angefertigt wurden.

Wegen des Erfolges der Aktion plant der KKU bei weiteren möglichen Corona-Maßnahmen Variationen der vorgestellten Aktion – etwa einen Wettbewerb zwischen männlichen und weiblichen Kanuten oder zwischen Kanuten unter 30 Jahren und Kanuten über 30 Jahren.

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