Bei Udo Speer dreht sich auch vieles um Recht und Gesetz. Der Vorsitzende des Holzwickeder SC arbeitet als Rechtsanwalt. © Hahn
Fußball

HSC-Boss warnt: „Wir sollten nicht in einer Ich-Gesellschaft leben!“

Udo Speer hat Geburtstag und wird 60 Jahre alt. Aber: Der Vorsitzende des Holzwickeder SC warnt in Corona-Zeiten auch seine Mitmenschen: „Wir sollten nicht in einer Ich-Gesellschaft leben.“

Die Schar der Gratulanten im Hause Speer dürfte am Samstag (21. November) groß sein, auch wenn sich das angesichts der Corona-Pandemie in erster Linie auf telefonischem Wege reduzieren wird. Der Grund: Udo Speer, erster Vorsitzender des Holzwickeder SC, feiert seinen 60 Geburtstag. Der HSC-Boss ist in der Emschergemeinde auch so ganz sicher kein Unbekannter, betreibt er in Holzwickede doch eine Kanzlei als Rechtsanwalt.

Seine sportliche Karriere begann der gebürtige Holzwickeder beim HSV, bekanntlich einer der beiden Klubs, der 2015 mit der SG zum heutigen Holzwickeder SC fusionierte. Dabei stand Speer auch im Oberliga-Kader des SV Holzwickede. „Ich habe dann zwischenzeitlich fünf Jahre für den TuS Hemmerde gespielt, der damals in der Bezirksliga recht ambitioniert war. Nach einem Jahr beim SuS Lünern bin ich dann nach Holzwickede zurückgekehrt – dann allerdings zur SG“, schildert das Geburtstagskind seinen sportlichen Werdegang.

„Das soziale Verhalten dieses Personenkreises ist einfach rücksichtlos.“

Udo Speer, Vorsitzender Holzwickeder SC

Dass für Udo Speer die Führung des HSC, der immerhin 1.700 Mitglieder zählt, eine Herzensangelegenheit ist, macht er immer wieder deutlich. Dabei aber schaut Speer schon nach vorn: „Es hat sich in der Vorstandsarbeit in den vergangenen Jahren einiges verändert. Wir brauchen hier Personen, die sich zum Beispiel für den Bereich Finanzen, den Sportbereich, Medien wie Facebook oder Sponsoring mit ihren Kenntnissen einbringen. Wir müssen gut strukturiert für die Zukunft aufgestellt sein.“

Ein bisschen vermisst Udo Speer auch die Anerkennung der Arbeit der vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen, ohne deren Engagement viele Dinge gar nicht möglich wären. „Gerade in Zeiten der Pandemie wäre ein Dankeschön von höherer Stelle häufig ganz sicher angebracht. Die Vereine leben von sozialen Kontakten. Wir dürfen nicht in einer Ich-Gesellschaft leben“, so Udo Speer. wh

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