FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski blickt zuversichtlich auf das neuen Sportjahr 2021 © Henrik Martinschledde
Fußball

FLVW-Präsident: „In absehbarer Zeit zurück in den Normalbetrieb“

Wegen der Coronakrise liegt hinter dem FLVW ein stürmisches Jahr. Präsident Gundolf Walaschewski sieht aber inzwischen Licht am Ende des Tunnels.

Die Amateurkicker stehen in den Startlöchern – wissen aber nicht, wann sie den verlassen können. Das haben sie indes mit fast allen anderen Sportlern gemeinsam. Der zweifache Lockdown des Spielbetriebs hat dafür gesorgt, dass vielerorts Stillstand herrscht. Bei den Offiziellen der Verbände sah und sieht dies ganz anders aus:

Sie sind stets bemüht, Lösungswege zu finden und die auch zusammen mit den Vereinen erfolgreiche beschreiten zu können. FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski blickt trotz allem zuversichtlich in das neue Jahr: „Wenn ich dennoch etwas Gutes im Unguten finde, dann vor allem das, dass wir – Verband, Kreise und Vereine – näher zusammengerückt sind, dass es noch nie eine so regelmäßige und direkte Kommunikation miteinander gegeben hat, dass wir noch nie die Vereine und Kreise in so umfangreichem Maße in unsere Entscheidungsfindung einbezogen haben und das alles als ungemein bereichernd empfanden.“

In der Tat standen Anfang März alle Beteiligten vor einer Situation, die völliges Neuland darstellte. Die Corona-Pandemie ließ es nicht zu, dass die Saison „normal“ hätte fortgesetzt werden können. Doch was tun? Wie lange soll die Pause dauern, wie eine Wertung erfolgen? Das waren zwei der Fragen, die sich vordringlich stellten. Zur Entscheidungsfindung musste unbedingt auch die Basis zu Wort kommen. Das war dem FLVW ebenso klar wie den einzelnen Fußballkreisen. „Wir haben uns bei den Vereinen immer wieder rückversichert. Diese Unterstützung hat uns geholfen, eine schwierige, vielleicht zu schwierige Entscheidung zu treffen. Aber wir haben sie im Interesse der Vereine treffen müssen“, sagt Walaschewski. Konkret hieß das: In Videokonferenzen wurden die Meinungen aller Ebenen eingeholt. Die Vernunft setzte sich letztlich durch, denn die Saison 19/20 wurde abgebrochen, der Spielbetrieb demnach nicht wieder aufgenommen. Um die Rückendeckung für eine Wertung zu erhalten, wurde ein ähnlicher Weg beschritten, an dessen Ende letztlich mit der Zustimmung der Ständigen Konferenz und des Verbandstags eine Lösung stand, die von der überwältigenden Mehrheit getragen wird.

Die bisher völlig unbekannte Problematik wurde also erfolgreich gelöst. Nur gut, dass der FLVW in der spielfreien Zeit die Satzung derart geändert hat, dass es im Wiederholungsfall – und der ist ja inzwischen eingetroffen – Wertungs-Richtlinien gibt. So sieht es aktuell so aus, als ob die 50%-Regel zum Tragen kommt. Zu mehr wird die verbliebene Zeit nach dem Re-Start wohl nicht ausreichen.

„Das Engagement aller gibt mir die Zuversicht, dass wir die Pandemie überstehen und das wir in absehbarer Zeit in den Normalbetrieb zurückkehren werden“, sagt Walaschewski. Wichtig sei dabei vor allem, dass sich alle auch in Zukunft an die aktuell vorgegebenen Verhaltens-Richtlinien halten.

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Redaktion Lokalsport
Geburtsjahr 1956, früherer Handballer, erst Freier Mitarbeiter und nun seit „Urzeiten“ Sportredakteur im Verlagshaus Rubens. Sechsfacher Opa, zeitlich gut ausgelastet. Familienmensch, der gern mit Freunden unterwegs ist.
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Michael Friehs
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