Die Klubs haben entschieden: Fast alle Vereine wollen für den geplanten Spielbetrieb mindestens eine Mannschaft stellen. Ob der stattfinden kann, hängt von einem bestimmten Datum ab. © dpa
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Fast alle Teams wollen spielen, aber dürfen sie auch? Kreis Hellweg setzt Abbruchs-Deadline

Der Stichtag ist rum. Bis zum 6. Februar hatten die Klubs im Handballkreis Hellweg Zeit, ihre Teams für einen alternativen Spielbetrieb zu melden. Bald steht der nächste Stichtag an, von dem der Spielbetrieb abhängt.

Knapp vier Wochen hatten die Handball-Klubs im Kreis Hellweg Zeit, ihre Mannschaften für einen geplanten, alternativen Spielbetrieb zu melden. Der soll in den Monaten Mai/Juni über die Bühne gehen – sollte das Infektionsgeschehen dies bis dahin wieder zulassen.

Am Samstag, 6. Februar, ist die Deadline für die Vereine, ihre Teams für einen Pokal- oder Aufstiegs-Wettbewerb zu melden, verstrichen. Von der Resonanz ist der Vorsitzende des Handballkreises Hellweg, Carsten Umbescheidt, höchst erfreut: „Es sieht gerade so aus, als könnten wir in allen Klassen spielen. Es gibt keine Klasse, in der keine Mannschaft gemeldet hat.“

Von 29 Vereinen haben lediglich drei nicht gemeldet

Daher sei es auch definitiv die richtige Entscheidung gewesen, „die Vereine in den Prozess einzubinden und abzufragen, in welcher Form sie an einem Spielbetrieb teilnehmen möchten“, so Umbescheidt weiter. Das zeige auch die Anzahl der Teams, die an diesen Spielrunden teilnehmen wollen.

Denn: Von den 29 Vereinen im Handballkreis Hellweg haben gerade Mal drei Klubs gar keine Mannschaft gemeldet. Das sind der TVG Kaiserau, der TV Ennigerloh sowie der TuS Anröchte. Alle anderen Vereine haben mindestens eine Mannschaft für einen alternativen Spielbetrieb gemeldet.

Alle Klassen besetzt, große Resonanz bei männlicher C- und D-Jugend

Die Vereine hatten die Wahl: an einer Spaßrunde teilnehmen, oder doch in einen Wettstreit treten, bei dem es noch um den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse geht. Dabei halten sich die Mannschaften die Waage, erklärt Umbescheidt: „Bei den Senioren liegen wir in den einzelnen Klassen immer so zwischen drei bis fünf Teams, die entweder an der Pokal- oder an der Aufstiegsrunde teilnehmen möchten und sich dementsprechend gemeldet haben.“

Carsten Umbescheidt und der Vorstand des Handballkreises Hellweg treffen sich am kommenden Montag in einer virtuellen Sitzung. © Handballkreis Hellweg © Handballkreis Hellweg

Auch in sämtlichen Jugend-Klassen haben sich genügend Teams für den einzigen für die Jugend vorgesehenen Pokalwettbewerb gemeldet – „meistens zwischen fünf und sechs Teams pro Jahrgang“, so Umbescheidt. Besonders gefragt war der Spielbetrieb für die männliche C- und D-Jugend mit neun beziehungsweise zehn gemeldeten Teams.

Vorstand des Handballkreises Hellweg teilt Gruppen ein

Da der Handballkreis regional möglichst kleine Gruppen schaffen will, ist es laut Umbescheidt möglich, für diese Jahrgänge sogar zwei Gruppen anzubieten und die Teams dementsprechend aufzuteilen.

Carsten Umbescheidt, Vorsitzender Handballkreis Hellweg

Eventuell seien sogar drei Staffeln möglich. In der weiblichen E-Jugend hätten laut Umbescheidt lediglich zwei Teams gemeldet. Ein Spielbetrieb soll aber auch diesen beiden Mannschaften ermöglicht werden.

Wie es genau weitergeht, wie die Gruppen eingeteilt werden, in welchem Modus die Mannschaften gegeneinander antreten, und viele weitere Fragen will der Handballkreis Hellweg am kommenden Montag, 15. Februar, in einer virtuellen Vorstandssitzung klären. „Erst danach können wir die Teams einteilen.“ Die Klubs sollen anschließend zeitnah eine Gesamtübersicht erhalten.

Der Handballkreis lässt sich für die Einteilung noch Zeit, da er zunächst abwarten will, was die Bund-Länder-Runde am Mittwoch, 10. Februar, ergibt. Eine Verlängerung des Lockdowns gilt als höchst wahrscheinlich. Das könnte auch Auswirkungen auf den geplanten Spielbetrieb haben.

Umbescheidt: „Wenn es die Infektionszahlen zulassen, würden wir gerne ab dem 1. April in den Trainingsbetrieb starten. Dann könnten wir im Mai/Juni spielen. Wir müssen unseren Mannschaften mindestens vier Wochen Vorbereitungszeit geben.“ Der Handball-Chef für den Kreis Hellweg stellt klar: „Sollten wir ab dem 1. April noch nicht wieder trainieren können, werden wir den geplanten Spielbetrieb wieder absagen.“

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann
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