Der EC Bergkamen bestreitet am Samstag das letzte Saisonspiel - und ist zum Siegen verdammt, sonst droht der letzte Platz. © Palschinski
Eishockey

„Do or die“ – EC Bergkamen droht der letzte Platz: „Wir dürfen uns keinen Druck machen“

Vor dem letzten Spiel in der Saison steigt bei den Bundesliga-Frauen des EC Bergkamen die Anspannung. Es geht gegen die Haie aus Köln. Bei einer Niederlage wäre der ECB Letzter.

Es ist angerichtet: Am Samstagabend ab 17.30 Uhr bestreiten die Eishockey-Frauen des EC Bergkamen ihr letztes Saisonspiel. Es geht auswärts gegen den Liga-Neuling, die Haie aus Köln. Eine Mannschaft, an die das Team von Claudia Weltermann keine allzu guten Erinnerungen hat.

Im letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften Anfang Februar gewann Köln überraschend deutlich auswärts mit 4:0. Auch das Match davor gewannen die Haie im Dezember mit 3:2 in der Overtime. Bei einer weiteren ECB-Niederlage würde sich Köln in der Tabelle noch an Bergkamen vorbeischieben. Der ECB würde die Saison dann auf dem letzten Platz abschließen. Ein Szenario, das die Truppe unbedingt vermeiden möchte.

Claudia Weltermann ist angespannt, aber nicht nur wegen des Spiels, sondern vielmehr wegen des Staatsexamen, das die Noch-Referendarin in der kommenden Woche erwerben möchte. Mit Anspannung schaut sie aber auch auf die Partie.

Köln hat nach dem jüngsten Sieg gegen den ECB an Stärke gewonnen

„Die Mädels machen sich selbst viel Druck. Sie haben den Anspruch, das Spiel zu gewinnen. Aber das ist auch die Gefahr. Mit Druck lässt sich nun mal nicht gut spielen“, sagt ECB-Trainerin Weltermann. Sie ist überzeugt, dass ihr Team das bessere ist.

Das hat es ja auch im ersten Spiel gegen Köln bewiesen, das Bergkamen mit 4:2 gewann. „Aber Köln hat nach dem jüngsten Sieg gegen uns auch an Stärke gewonnen. Da müssen wir von Beginn an hellwach sein.“ Sie ergänzt: „Wenn wir verlieren und Letzter werden, dann ist es wohl auch verdient.“

Die Partie gegen die Haie sollte ursprünglich schon am 7. Februar stattfinden – es sollte das zweite Spiel am Doppelspieltag werden. Doch Wettertief Tristan und das eingebrochene Schnee-Chaos vor wenigen Wochen spielten damals nicht mit. Nun also das Nachholspiel, bei dem Weltermann auf einige Spielerinnen verzichten muss. „Es fehlen viele, so wie fast immer.“

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann
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