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Basketball

Corona-Minus droht: Verband denkt über eine Sonder-Umlage nach

Schiedsrichter sind in fast allen Sportarten notwendig. Wer sie nicht stellen kann, muss zahlen. Corona könnte diesen Geldfluss allerdings verschieben. Lösungen müssen her.

Nach den Osterferien soll die Entscheidung fallen, ob die Saison bei den Basketballern noch aufgenommen oder gar komplett abgesagt wird. Bis zu diesem Zeitpunkt beobachtet das Präsidium des Westdeutschen Basketball Verbandes (WBV) um Präsident Uwe Plonka die Entwicklung der aktuellen Corona-Situation und entscheidet dann, in welche Richtung es geht.

Unabhängig davon hat das WBV-Präsidium jetzt festgelegt, dass – obgleich es derzeit noch keinen laufenden Spielbetrieb gibt – die Bußgelder für die Schiedsrichter-Gestellung gezahlt werden müssen. „Schon allein wegen der Gleichbehandlung müssen wir so vorgehen“, sagt WBV-Geschäftsführerin Mechtild Künsken. „Immerhin haben schon 85 bis 90 Prozent der Vereine die Gelder bezahlt.“

Der Präsident des Westdeutschen Basketball-Verbandes, Uwe Plonka, möchte, dass die Vereine möglichst rasch wieder in die Hallen können.
Der Präsident des Westdeutschen Basketball-Verbandes, Uwe Plonka, möchte, dass die Vereine möglichst rasch wieder in die Hallen können.

Aber der Verband weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Gelder in der Saison 2021/2022 verrechnet werden, sollte es nicht mehr zum Saisonstart 2020/2021 kommen. Dem Präsidium sei dabei durchaus bewusst, dass mit dieser Ausnahmeregelung in nicht unerheblichem Maße eine Minderdeckung im WBV-Haushalt verbunden sein werde.

„Ohne Schiedsrichter kann auch ein Spielbetrieb nicht stattfinden.“

Uwe Plonka, WBV-Präsident

Der Verbandstag, der noch zu terminieren ist, soll am Ende darüber entscheiden, wie der Haushalt ausgeglichen werden kann. Ein Vorschlag: Eine Sonder-Umlage könnte das Minus wieder ausgleichen. Darüber werden aber die Delegierten entscheiden.

Erste Gedanken, das Thema Schiedsrichter-Gestellung grundsätzlich zu reformieren, werden im Schiedsrichterausschuss bereits diskutiert. WBV-Geschäftsführerin Künsken: „Wir alle wissen, ohne Schiedsrichter kann auch ein Spielbetrieb nicht stattfinden. Umso wichtiger ist die Schiedsrichterausbildung.“

Die angeschlossenen Mitgliedsvereine müssen pro gemeldete Mannschaft jeweils zwei Schiedsrichter für den Spielbetrieb benennen. Ist ein Klub dazu nicht in der Lage, so muss er ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro pro fehlendem Schiedsrichter in der Saison entrichten.

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Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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Thorsten Teimann
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