Bobsport

Auftakt in St. Moritz: Laura Nolte prescht im Monobob zu Weltcup-Silber

Wenngleich die Disziplin Monobob unter den Bobpilotinnen nicht so beliebt ist, so läuft es für Laura Nolte aus Unna doch gut. Das belegt die Platzierung im schweizer Nobelort St. Moritz.
Beim Monobob-Weltcup im schweizerischen St. Moritz preschte Laura Nolte aus Unna am Samstag auf den zweiten Platz. © dpa

Egal ob allein, zu zweit, bei Sonne oder im Schnee. Bobpilotin Laura Nolte aus Unna ist derzeit einfach nicht zu stoppen. Beim zweiten Monobob-Weltcup im schweizerischen St. Moritz belegte die junge Athletin aus Unna am Samstag den starken zweiten Rang.

Dabei musste sich die 22-Jährige nur der erfahrenen Zweier-Olympiasiegerin Kaillie Humphries geschlagen geben. In einer Gesamtzeit von 2:22,35 Minuten hatte die US-Amerikanerin am Ende zwei Zehntel Sekunden Vorsprung auf Nolte (2:22,55 Minuten). „Mit den Fahrten bin ich ganz zufrieden. Es waren nur zwei, drei kleinere Fehler drin „, bilanzierte die Pilotin.

Schweizerin springt erstmals beim Heimrennen aufs Podest

Den dritten Rang in einem spannenden Rennen bei kaltem und sonnigen Winterwetter im Schweizer Nobelort sicherte sich die Eidgenössin Martina Fontanive, die am Ende 29 Hundertstel Sekunden Rückstand auf die Siegerin aufwies und in ihrem Heimrennen erstmals das Podest erreichte.

„Mit der Technik beim Monobob komme ich noch nicht so gut zurecht.“

Laura Nolte

Nolte selbst hatte schon nach dem ersten Durchgang im Mekka des Bobsports in Lauerstellung gelegen. Mit 1:11,39 Minuten betrug der Rückstand auf Humphries gerade einmal 13 Hundertstel Sekunden. Das bedeutete zur Halbzeit den zweiten Rang.

Drei Pilotinnen am Start schneller als Laura Nolte

Überraschend aber, dass Nolte oben am Start diesmal nicht zu den Allerschnellsten gehörte. Die Topzeiten legten hier jeweils Elana Meyers-Taylor (USA), Stephanie Schneider (Deutschland) und Andrea Grecu aus Rumänien hin. „Mit der Technik beim Monobob komme ich noch nicht so gut zurecht. Da haben wir noch Luft nach oben“, weiß Nolte.

Viel Zeit zum Ausruhen bleibt ihr nach dem anstrengenden Mono-Rennen indes nicht, denn schon am Sonntag steht in St. Moritz der nächste Weltcup im Zweierbob an. Da kann sich Laura Nolte dann auch wieder auf die Dienste ihrer Anschieberin Deborah Levi verlassen.

Nach drei Siegen im bisherigen Saisonverlauf gehen die Deutschen Meisterinnen auch am Sonntag mit großen Ambitionen ins Rennen. Der erste Lauf des Rennens geht bereits ab 9 Uhr über die Bühne und ist live im Portal des Bob-Weltverbandes unter www.ibsf.org zu sehen.

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