Axel Schmeing (Mitte) steht als Trainer mit seinem Holzwickeder SC in der Oberliga gut da. Gerade laufen die Gespräch, ob es in der kommenden Saison gemeinsam weitergeht. © Neumann
Fußball

An HSC-Trainer Axel Schmeing haben einige Klubs Interesse

Der Holzwickeder SC und Trainer Axel Schmeing stecken in den Verhandlungen für die neue Saison. Am HSC-Trainer sind auch andere Vereine interessiert.

Sechs Spiele, sechs Siege – die Ausbeute des Holzwickeder SC konnte zu Saisonbeginn in der Oberliga Westfalen nicht besser sein. So behaupten die Emscherhusaren seit Oktober den zweiten Aufstiegsrang hinter dem Spitzenreiter FC Gütersloh. Eine „Mitschuld“ trägt zweifelsohne auch Trainer Axel Schmeing, mit dem die Holzwickeder bereits den Aufstieg in die höchste westfälische Klasse realisiert haben. Derzeit laufen Gespräche, wie es weitergehen soll.

„Für mich ist die Zielsetzung des Vereins maßgeblich“, erklärte der 46-jährige Trainer jetzt auf Anfrage. „Na klar träumen wir alle vom Aufstieg in die Regionalliga. Das wäre ja echt der Knaller.“ Aber Schmeing ist auch Realist: „In der Etat-Tabelle wären wir dann auch schon ganz unten – und ich befürchte auch, dass wir uns auch so unten in der Liga einreihen müssten.“

Axel Schmeing ist im vierten Jahr Trainer beim Holzwickeder SC und hat den Verein in die Oberliga geführt. © Neumann © Neumann

Immerhin: „Unsere Spieler bekommen in der aktuellen Corona-Situation kein Salär, das muss man ihnen hoch anrechnen“, gibt Schmeing Einblicke in das Konstrukt HSC. „Ich denke nicht, dass das bei allen anderen Oberligisten auch der Fall ist.“

„Ich verteile hier keine Trainingspläne, das macht keinen Sinn.“

Axel Schmeing

Überhaupt zählt in Holzwickede das Vertrauen. „Ich verteile hier keine Trainingspläne. Wir wissen doch gar nicht, wann es wieder losgeht. Das macht keinen Sinn“, erklärt der erfahrene Trainer. „Wir fangen damit an, wenn der Start abzusehen ist. Bis dahin macht jeder etwas für sich, das muss man in der Oberliga verlangen.“

Für eine komplette Oberliga-Saison reicht es nicht mehr

An den Spekulationen, wie es in dieser Saison weitergeht, möchte sich der Beamte nicht beteiligen. „Ich will hier nicht orakeln, das kann ich nicht sagen. Wir können froh sein, wenn es im März wieder losgeht. Dass es nicht für eine komplette Oberliga-Saison reicht, dürfte auch jedem klar sein.“

Und so geht es derzeit mit HSC-Vorstand darum, ob beide Seiten auch in der kommenden Spielzeit zusammenarbeiten. Angebote von anderen Vereinen liegen dem Coach auch vor. „Das ist alles bunt gemischt, aus allen Ligen. Aber ich bin auch Vater von zwei Kindern und am Ende zu alt, um noch jedes Mal 100 Kilometer zum Training zu fahren“, sagt der Dortmunder.

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Thorsten Teimann

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