Der Handballkreis Hellweg hat seine Vereine am Montagabend über den Abbruch der regulären Meisterschaft informiert. © dpa
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Abbruch der Meisterschaft: Handballkreis Hellweg beendet regulären Spielbetrieb

Die reguläre Handball-Saison in Westfalen ist beendet. Alternative Wettbewerbe wird es aber trotzdem geben. Der Kreis Hellweg hat seinen Vereinen schon mitgeteilt, wie es weitergeht.

Als erster von zwölf Kreisen in Westfalen hat der Handballkreis Hellweg seine Vereine über den Abbruch des regulären Spielbetriebs in dieser Saison informiert. Das Gremium um den Kreisvorsitzenden Carsten Umbescheidt teilte den 30 heimischen Vereinen im Einzugsgebiet der politischen Kreise Unna, Hamm, Soest und Warendorf am Montagabend (11. Januar) den Entschluss in einer Videokonferenz mit.

Der Saisonabbruch geschieht wegen der Corona-Pandemie auf gesamter Verbandsebene. Die anderen Handballkreise halten ihre Sitzungen mit den Vereinsvertretern jedoch erst noch ab.

Alternativer Spielbetrieb ab 1. April

„Es ist gut gelaufen. Wir haben konstruktive Gespräche mit den Vereinen geführt. Die reguläre Saison ist abgebrochen. Wir werden ab dem 1. April bei der Jugend und den Senioren in einen alternativen Spielbetrieb starten“, teilte Umbescheidt nach der Konferenz im Gespräch mit dieser Redaktion mit.

Für diesen alternativen Spielbetrieb hat der Kreis den Vereinen im Anschluss an die Sitzung bereits Meldebögen für verschiedene Spielrunden verschickt. „Die Vereine haben nun bis zum 6. Februar Zeit, die Bögen zurückzuschicken und ihre Mannschaften für eine Aufstiegs- oder Pokalrunde zu melden“, erklärte Umbescheidt.

Heißt: Die Mannschaften, die aufsteigen wollen, sollen dazu die Möglichkeit bekommen. Einteilung, Gruppengröße und Spielsystem hängen dann von der Meldezahl der Teams ab. „Wir haben vor, regional möglichst kleine Gruppen zu erstellen, um weite Reisen zu vermeiden“, so Umbescheidt.

Teilnahme an Wettbewerben ist nicht verpflichtend

Die sogenannten Pokalrunden sind in erster Linie als „Bespaßungsrunden“ zu verstehen, wie Umbescheidt erläuterte: „Wir werden diese Runden austragen, damit die Mannschaften ohne Aufstiegsambitionen die Möglichkeit bekommen, an einem Spielbetrieb teilzunehmen. Absteiger wird es dabei nicht geben“. Auch für die Jugendteams wird es die Möglichkeit geben, an diesen Pokalrunden teilzunehmen.

Carsten Umbescheidt und der Vorstand des Handballkreises Hellweg treffen sich am kommenden Montag in einer virtuellen Sitzung. © Handballkreis Hellweg © Handballkreis Hellweg

Wichtig war dem Kreisvorsitzenden, hervorzuheben, dass eine Teilnahme für die Klubs nicht verpflichtend sei. „Die Vereine, die nicht melden, haben dadurch keinerlei Nachteile oder finanzielle Schäden.“

Carsten Umbescheidt: „Vereine sind froh, eine Perspektive zu haben“

Von den Vereinen gab es für diesen Fahrplan laut dem Kreisvorsitzenden ausschließlich Zustimmung: „Es gab zwar einige Nachfragen, aber keinerlei Einsprüche. Die Vereine waren sehr froh, eine Perspektive für den Rest der Saison zu haben.“

Darüber hinaus werden die Klubs vom Kreis finanziell entlastet. Umbescheidt: „Wir werden für die komplette Saison keine Meldegebühren erheben. Dadurch haben die Vereine insgesamt eine Ersparnis von gut 12.000 Euro. Alle Kosten, die ein Spielbetrieb verursacht, werden in dieser Saison coronabedingt vom Handballkreis Hellweg abgewickelt.“

Saison 2021/22 startet deutlich eher als üblich

Als Starttermin für die kommende Spielzeit hat der Handballverband Westfalen bereits das letzte Augustwochenende festgelegt. Damit beginnt die Runde 2021/22 fast drei Wochen früher als üblich; am Wochenende vom 27. bis 29. August – eine Woche nach Ende der Sommerferien.

„Je früher wir starten, desto mehr Möglichkeiten haben wir, bei einer erneuten Saison-Unterbrechung zu reagieren. Dann haben wir hinten raus auch mehr Zeit, um ausgefallene Spiele nachzuholen“, erklärte Umbescheidt den vorgezogenen Saisonstart.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann
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