Justin Pfaff verlässt den Holzwickeder SC nach zehn Jahren und wechselt zum SSV. © Schürmann
Fußball

Justin Pfaff wollte seine Karriere schon beenden – jetzt gibt er dem langen SSV-Werben nach

Die Geduld hat sich gelohnt. Justin Pfaff stand beim SSV Mühlhausen schon seit anderthalb Jahren auf dem Wunschzettel. Ab dem Sommer spielt er tatsächlich für die Truppe vom Mühlbach.

In der Winterpause 2019/20 hatte Justin Pfaff einige Zeit zum Nachdenken. Die Hinserie in der zweiten Oberliga-Saison mit dem Holzwickeder SC verlief nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. Denn: Viel Einsatzzeit hatte Pfaff hier nicht mehr bekommen. Zumeist lief für die zweite Mannschaft in der Bezirksliga auf.

Zu diesem Zeitpunkt hat sich der heute 28-Jährige erstmals mit einem Wechsel auseinandergesetzt. Sogar ein Karriereende war damals nicht gänzlich ausgeschlossen. „Ich war schon so weit, dass ich gesagt habe: Ich bin durch mit Fußball“, erzählt er.

Justin Pfaff kämpfte sich seinen Platz beim HSC zurück

Doch Pfaff gab sich einen Ruck, „es kribbelte wieder“. Er kämpfte sich zurück in den Kader der ersten Mannschaft und wurde wieder zu einem wichtigen Spieler im Team von Noch-HSC-Coach Axel Schmeing, über den Pfaff sagt, dass er einen gut zur Sau machen kann, wovon die Spieler aber auch profitieren würden.

Beackert ab kommender Saison die Außenbahnen beim SSV Mühlhausen: Justin Pfaff. © Schürmann © Schürmann

Nun ist die Zeit von Axel Schmeing im Sommer beim Holzwickeder SC vorbei. Und auch Justin Pfaff wird den HSC dann nach zehn Jahren verlassen. Seine gesamte Senioren-Laufbahn hatte der frühere Jugendspieler des VfL Bochum in Holzwickede verbracht, feierte zwei Aufstiege: den der Reserve in die Bezirksliga und den der ersten Mannschaft in die Oberliga. Wieso also jetzt der Wechsel zum SSV?

Seit anderthalb Jahren vom SSV Mühlhausen umworben

„Die Verantwortlichen in Mühlhausen haben sich seit anderthalb Jahren intensiv um mich bemüht und ich wollte auch mal wieder mit ein paar alten Schulfreunden vom EBG zusammenspielen. Ich habe mich auch letztes Jahr beruflich verändert, weswegen ich fußballerisch ein bisschen kürzertreten möchte. Deshalb gehe ich jetzt den Schritt aus der Oberliga zum Bezirksliga-Spitzenreiter“, sagt Pfaff über sein künftiges Engagement beim SSV, wo er auch die Rolle eines Anführers übernehmen will und soll.

„Es ist eine junge Truppe, die ich gerne anführen möchte. Das ist eine Herausforderung, der ich mich nochmal stellen möchte“, sagt er. Auch die Tatsache, dass sein Vater Udo Pfaff selbst mal eine Zeit lang für den SSV die Schuhe geschnürt hat, hat zu seiner Entscheidung beigetragen.

Keine Begeisterung beim HSC über Pfaffs Wechsel

Der Abschied aus Holzwickede fiel Pfaff allerdings alles andere als leicht. „Beim HSC haben wir ein sehr familiäres Verhältnis. Deshalb ist es nicht leicht, nach zehn Jahren dort aufzuhören.“ Gefreut habe man sich verständlicherweise nicht bei der Sportlichen Leitung in Holzwickede, als Pfaff diese in der vergangenen Woche über seine Entscheidung informierte.

Ob es neben dem SSV auch noch andere Interessenten gab, wie etwa Axel Schmeing, der das Traineramt beim Westfalenligisten Lüner SV übernehmen wird, wollte Pfaff nicht beantworten. Er will den Fokus ab dem Sommer komplett auf den SSV richten. Fit genug fühlt er sich auf jeden Fall. „Ich habe schon zu meiner Freundin gesagt: Bis ich 35, 36 bin, spiele ich auf jeden Fall noch.“ Es wird sich also zeigen, ob Pfaff nach der langen, erfolgreichen Zeit in Holzwickede auch nochmal eine ähnlich lange Zeit beim SSV verbringt.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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