Der Fußballkreis Unna/Hamm möchte zur neuen Saison die Spielform für die jüngsten Kicker ändern und folgt damit einer Reform des DFB. . © Michael Neumann
Fußball

Fußballkreis setzt DFB-Reform um: Mini-Teams für Mini-Kicker

Die DFB-Reform im Nachwuchs trifft den Kreis Unna. Künftig gibt´s im Fußballkreis Unna/Hamm für die Jüngsten ein ganz neues System. Das Spielen steht im Vordergrund.

Die Planungen für die Jugendfußball-Saison nach der Corona-Krise laufen auf Hochtouren. Während der Fußballkreis bei den älteren Teams weiter auf die Quali-Runden setzt, gibt es bei den kleinsten Kickern eine Änderung, von der sich der DFB sehr viel erhofft.

Die Mini-Kicker werden in der kommenden Spielzeit lediglich im Modus „Drei gegen Drei“ auf kleinem Spielfeld und kleinen Hockeytoren um die Wette kicken. Auch der gewohnte samstägliche Fußballvormittag fällt dann für die Familien der jungen Fußballerinnen und Fußballer aus. Gespielt wird in Form sogenannter Spielfeste.

Kreis-Jugend-Obmann Thomas Trahe (links) nimmt hier die Siegerehrung bei Hallenkreismeisterschaften vor.
Kreis-Jugend-Obmann Thomas Trahe (links) nimmt hier die Siegerehrung bei Hallenkreismeisterschaften vor. © Neumann © Neumann

Bei diesen Festen treffen sich vier Vereine auf einer Sportanlage und spielen ein kleines Fußballturnier gegeneinander aus. Jedes Team wird maximal 16 Spielerinnen und Spieler mitbringen können, um Punkte und Tabellen geht es bei den Kleinsten wie gewohnt nicht.

Arbeitsgruppe mit Vereinsvertretern plant den Spielbetrieb

„Wir haben aufgrund dieser Reform eine Arbeitsgruppe gegründet mit fünf Vereinsvertretern und fünf Mitgliedern des Kreisjugendausschusses. Der Verband gibt uns nur einen ganz groben Rahmen, die konkrete Ausgestaltung planen wir gerade innerhalb der Arbeitsgruppe“, lässt Thomas Trahe, Vorsitzender des Kreis-Jugend-Ausschusses Unna/Hamm ein wenig hinter die Kulissen blicken.

Die Spielfeste werden im Rahmenterminkalender offiziell festgelegt. Gespielt wird jedoch nur alle 14 Tage. Zwei Mal im Jahr sollen die vom Kreis vorgegebenen Gruppen getauscht werden, damit die Kinder nicht immer gegen dieselben Gegner antreten müssen.

Reform soll im kommenden Jahr auch bei den F-Junioren greifen

Für die F-Junioren ist diese Reform auch geplant, allerdings erst in der übernächsten Saison. Auch darauf möchte sich der Kreis 32 bereits vorbereiten: In der kommenden Spielzeit wird es neben dem normalen Meisterschaftsbetrieb auch für die F-Junioren diese Art von Spielfesten geben.

Eventuell spielen in Castrop-Rauxel die Minikicker des SV Wacker Obercastrop samstags auf die selbstgebastelten Tore, die seit Jahren in der Erin-Kampfbahn stehen. © Volker Engel © Volker Engel

„Wir werden die F-Junioren nicht mehr in 10er-Gruppen, sondern zu acht in die Staffeln einteilen. Pro Halbjahr werden dann auch bei den F-Junioren drei Spielfeste stattfinden, die dann statt eines normalen Meisterschafts-Samstags durchgeführt werden sollen“, führt Trahe weiter aus.

Bei den Spielfesten wird dann – wie vom DFB vorgesehen – „Fünf gegen Fünf“ gespielt, im normalen Meisterschaftsbetrieb spielen die Kicker im Modus „Sieben gegen Sieben“. Die Torgröße wird bei den Spielfesten beibehalten, eventuell wird noch eine Vorrichtung angeschafft, mit der eine mobile Torlatte heruntergesetzt werden kann, damit die Tore dann kleiner werden.

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Thorsten Teimann

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