Hielten auch im Stadion die Unnaer Fahne hoch: Marvin Horn, Leon Gensicke, Alex Ernst und Janek Gensicke. © Privat
Fußball-EM

An der Seite der Nationalmannschaft: Brüder-Paar hat Achtelfinale schon gebucht

Anpfiff zum EM-Match gegen Portugal. Ein Unnaer Brüder-Paar ist dabei - live vor Ort. Und die beiden sind zuversichtlich, haben schon das Achtelfinale gebucht - in Bukarest.

Wenn die deutsche Nationalmannschaft am Samstag im zweiten Vorrunden-Match der EM auf Portugal trifft, dann drücken auch Janek und Leon Gensicke der Löw-Truppe die Daumen. Und zwar zum zweiten Mal als 12. Mann vor Ort in der München-Arena.

Die beiden Studenten gehören dem privilegierten Kreis der Fans an, die Tickets für die Europameisterschaft bekommen haben. „Wir begleiten Deutschland in allen drei Spielen der Vorrunde in München und fliegen anschließend noch zum Achtelfinale nach Bukarest“, freut sich Janek Gensicke bereits.

Gensicke-Brüder bekommen Tickets über den Fan-Club Nationalmannschaft

Seit 2016 sind die Brüder Mitglieder des Fan-Clubs Nationalmannschaft und bekommen so vorrangig Tickets für die internationalen Turniere. „Mit einer Truppe des SuS Lünern haben wir damals die EM in Frankreich besucht. Zwei Jahre später waren wir bei der WM in Russland“, gefällt ihm die besondere Atmosphäre bei diesen Großturnieren.

In der München Arena war Corona-bedingt viel Platz, sodass die Deutschland-Fahnen über die Stühle gelegt werden konnten.
In der München Arena war Corona-bedingt viel Platz, sodass die Deutschland-Fahnen über die Stühle gelegt werden konnten. © Privat © Privat

„Die Franzosen haben am Dienstag schon vor dem Spiel auf dem Marienplatz ordentlich für Stimmung gesorgt“, beschreibt Leon Gensicke, der selbst in der neuen Saison bekanntlich für den Oberligisten Holzwickeder SC stürmt. Der 24-Jährige rechnet am Samstag mit einem portugiesischen Fest an gleicher Stelle im Zentrum Münchens.

Aber: „Ohne Reisebeschränkung wäre vermutlich noch mehr los“, wirft sein Bruder Janek ein, der ein Turnier in nur einem Land ganz klar bevorzugen würde. „Da ist die Atmosphäre einfach noch besser. Das ist multikulti, da treffen verschiedene Nationen aufeinander und feiern gemeinsam. Einfach klasse.“

Zeit-Slot für den Zugang in die Arena München

Dass Fans überhaupt die Spiele besuchen dürfen, sieht er positiv. Wenngleich deshalb der Zeitaufwand nicht unbedingt geringer ist. „Das Ticket ist online auf dem Handy und es gibt Zeit-Slots, in denen wir das Stadion betreten dürfen“, erklärt Janek Gensicke. „Anschließend geht es durch einige Kontrollen, man erhält ein Armband und in der Arena sind wir angehalten, wegen Corona auf den Plätzen zu bleiben.“

Das gleiche Prozedere wird sich gegen Portugal und Ungarn wiederholen. Und wie sieht es dann in Bukarest aus? „Wir haben die Flüge und die Tickets für das Achtelfinale des Ersten der Gruppe F gebucht“, sagt Janek Gensicke. Ob das am Ende Deutschland ist, stellt auch der 25-Jährige eher infrage. „Wir nehmen das so oder so mit“, sagt er jetzt. Aber vielleicht macht ihm in Rumäniens Hauptstadt ja noch ein Franzose ein Angebot, bei dem er schwach werden könnte.

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Thorsten Teimann

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