Der TSC Kamen und der Kamener SC lieferten sich am Sonntag ein tempoarmes, dafür aber zweikampfbetontes Spiel. © Schürmann
Fußball

Zwei schlimme Patzer: Bogenlampe entscheidet Kamener Derby zwischen TSC und KSC

Das Kamener Stadtderby zwischen dem TSC Kamen und dem Kamener SC hat einen späten Sieger gefunden. Erst in der Schlussphase kippte die Partie. Zunächst bahnte sich eine Überraschung an.

Einen späten Sieger gab es im gut besuchten Stadtderby an der Kamener Gutenbergstraße. Die beiden Nachbarn TSC Kamen und Kamener SC schenkten sich gegenseitig nichts. Entschieden wurde die zweikampfbetonte Partie durch zwei Torwartfehler.

TSC Kamen – Kamener SC 2:1 (0:1)

Zunächst zeichnete sich eine kleine Überraschung ab im Duell der beiden Nachbarn. A-Ligist Kamener SC zeigte eine gute erste Halbzeit und belohnte sich mit dem 1:0 durch Jan Brinkmann, der einen Abstauber nur noch über die Linie drücken musste (22.). Bezirksligist TSC blieb im ersten Durchgang weitestgehend blass, wurde nur bei einem Freistoß von Serhat Yilmaz gefährlich, doch der Ball knallte ans Aluminium (40.). Glück für die Gäste.

Im zweiten Durchgang kippte nicht nur das Wetter, sondern auch die Partie. Der TSC war bemüht, sich Chancen herauszuspielen, der KSC hielt seinen Sechzehner sauber. Bis zur 79. Minute: Eine TSC-Ecke faustete sich der eingewechselte KSC-Schlussmann Max Hohl zum Ausgleich ins eigene Tor. Ziemlich unglücklich sah er auch in der Folge aus, als sich TSC-Spieler Enes Akdogan Mal ein Herz nahm und aus 25 Metern abzog: Die Bogenlampe schlug nicht ganz unhaltbar im KSC-Tor ein. Die 2:1-Führung für den TSC, die am Ende nicht mehr in Gefahr geriet.

TSC Kamen lange „nicht Bezirksliga-tauglich“

„Wir haben 60 Minuten sehr guten Fußball gespielt und waren bis dahin die deutlich bessere Mannschaft. Da ist unser Plan aufgegangen“, meinte KSC-Coach Ahmet Kaya nach dem Spiel. Doch acht Einwechslungen machten den Spielfluss zunichte. „Da war dann die Luft raus. Die beiden Klopse von unserem Torwart können passieren“, macht der Übungsleiter seinem Keeper keinen Vorwurf.

Ein schwieriges Spiel war es für TSC-Trainer Enes Karaaslan: „Beide Teams waren gallig. Unser Auftritt war in den ersten 75 Minuten nicht Bezirksliga-tauglich. Diese Startelf würden wir dann auch so nicht aufstellen. Wir müssen die Partie schnell abhaken. Große Erkenntnisse können wir aus dem Spiel sicherlich nicht ziehen.“

TSC Kamen: Aydeniz, Acar, Akdogan, Celiktas, Yavuz, Morsel, Cengiz, Kodaman, Jabri, Yilmaz, Aydeniz – eingewechselt: Gür, Karahan, Albuz, Krescente

Kamener SC: Schrader, Bastürk, Cirak, Lenz, Milder, Hahn, Denninghoff, Brinkmann, Kücükcagci, Yilmaz, Kramer – eingewechselt: Hohl, Yildiz, Hümmer, Jacob, Krause, Laurenz, Aktas

Tore: 0:1 (22.) Brinkmann, 1:1 (79., ET) Hohl, 2:1 (82.) Akdogan

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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