Für Kaiseraus Lukas Schuster (Nr. 7) war das Testspiel gegen Mühlhausen früh beendet. Ebenso wie für einen Mitspieler, den es wohl noch härter erwischt hat. © Schürmann
Fußball

Verletzungsschock im Testspiel-Derby wirft SuS Kaiserau gegen SSV Mühlhausen aus der Bahn

Kaiserau hatte das Spiel komplett im Griff, führte verdient mit 2:0. Die Auswechslung zweier verletzter Spieler sorgte dann für einen Bruch. Mühlhausen gewann vor den Augen des neugierigen VfR Sölde.

Auch wenn es sich bei dem Spiel nur um einen Test handelte, war eine Menge Feuer drin. Der Fußball-Bezirksligist SSV Mühlhausen drehte einen 0:2-Rückstand gegen den klassenhöheren SuS Kaiserau noch in einen Sieg – auch begünstigt durch zwei Verletzte in den Reihen des SuS. Den SSV trifft dabei jedoch keine Schuld.

Testspiel

SuS Kaiserau – SSV Mühlhausen

2:3 (2:2)

Fünf Tore sahen die Zuschauer am Donnerstagabend im angesetzten Testspiel-Derby zwischen dem Landesligisten Kaiserau und dem Bezirksligisten Mühlhausen. Der SuS war zunächst die bestimmende Mannschaft. Nach tollem Steckpass von Marvin Schuster umkurvte Volkan Cetin Yildirim SSV-Schlussmann Fabian Vollmer und vollstreckte zum 1:0 (21.). Den nächsten Treffer besorgte Schuster dann selbst. Freistehend schob er zum 2:0 ein (37.).

„Wir sind sehr gut in die Partie reingekommen und haben mutigen Offensivfußball gespielt. Die ersten 30 Minuten waren schon sehr dominant und wir hätten auch höher führen können, hatten allerdings zwei, drei Mal Alupech“, fasste Kaiseraus Co-Trainer Philip Bremer die Anfangsphase zusammen.

Doppeltes Verletzungspech für Lukas Schuster und Moritz Schriefer

Zwischen den beiden Treffern musste Lukas Schuster bei den Hausherren ausgewechselt werden. „Er ist mit seinem Gegenspieler mit den Knien zusammengestoßen“, so Bremer, der betont, dass es ein faires Spiel war. „Es waren keine Foulspiele, die zu den Verletzungen geführt haben, es war alles in allem sehr unglücklich.“

René Johannes © Michael Neumann © Michael Neumann

„Die Verletzungen tun mir leid. In einem Testspiel ist so was immer schlecht“

René Johannes, Trainer SSV Mühlhausen

Denn auch für Moritz Schriefer ging es nicht mehr weiter. Bei einem Befreiungsschlag knickte er mit dem Knie um. „Das war Pech. Wir hoffen, es ist nur eine Bänderdehnung, aber möglicherweise ist er schwerer verletzt“, sagte Bremer.

„Die Verletzungen tun mir leid. Ich hoffe, es hat die beiden nicht so schwer erwischt. Gerade in einem Testspiel ist so was immer schlecht“, meinte nach dem Spiel René Johannes. Der SSV-Trainer sah jedoch, wie sich sein Team nun auf den Gegner einstellte. Ein Elfmeter sorgte für den Anschlusstreffer (40.). Jona Deifuß blieb cool, auch das 2:2 steuerte er wenig später bei (42.).

„Nach der Pause haben wir immer mehr Lösungen gefunden, hatten mehr Spielanteile und viele Chancen“, so Johannes. Folgerichtig ging der Gast in der Schlussphase mit 3:2 in Führung. Deifuß tunnelte SuS-Keeper Lukas Beßmann und machte seinen Hattrick perfekt (74.).

„Von den beiden Verletzungen haben wir uns in Durchgang zwei nicht mehr erholt. Mühlhausen hat verdient gewonnen“, so das Fazit von Bremer. Das sah auch René Johannes so. „Mit dem Test bin ich zufrieden – unabhängig vom Ergebnis“, sagte der SSV-Coach, der Bestnoten an seinen A-Jugend-Torwart verteilte.

VfR Sölde am Start, doch Mühlhausen spielt mit verdeckten Karten

Interessanter Nebenaspekt: Der SSV Mühlhausen blieb bei dem Test nicht unbeobachtet. „Der VfR Sölde war am Start“, sagt Johannes. „Wir haben allerdings ordentlich durchrotiert und Spieler auch auf anderen Positionen spielen lassen.“

Dass sich der SSV-Coach vom Bezirksliga-Rivalen vor dem Spitzenspiel gegen Sölde am 5. Dezember nicht in die Karten schauen lassen wollte, machte ein taktischer Kniff klar: „Als Söldes Trainer auf die andere Seite ging, um einen Spieler von uns zu beobachten, habe ich ihn kurzerhand auf die andere Seite geholt“, so Johannes mit einem Schmunzeln.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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