Murat Büyükdere (rechts) traf auch im Spiel gegen die Reserve des TuS Lohauserholz. Der VfL Kamen führt neben dem VfL Mark die Kreisliga A1 an. © Palschinski
Fußball

Tempo-Arbeiter für den VfL Kamen: Landesliga-Flügelspieler aus der Pfalz klopft an

Der VfL Kamen ist mit Spitzenreiter der Kreisliga A1 und eigentlich personell bestens aufgestellt. Dennoch: Jetzt klopfte ein Flügelspieler an, der in der Pfalz in der Landesliga spielte.

Vier Spiele, vier Siege – Spitzenplatz Nummer 1. Neben dem VfL Mark ist auch der VfL Kamen in der Kreisliga A1 das Team mit makelloser Weste. Gegen den TuS Lohauserholz II gab es zuletzt einen 3:1-Erfolg – aber mit Chancen für fast zwei Spiele. Auch personell angeschlagen läuft der VfL-Motor noch rund – und Verstärkung gibt es obendrein.

Am Ende spielte der VfL Kamen am vergangenen Sonntag im Jahnstadion nur noch mit zehn Akteuren. Das Auswechselkontingent war bereits erschöpft, als der gerade erst ins Spiel gekommene Serkan Gül wieder mit Kreislaufproblemen vom Feld musste. „Er lief nicht mehr ganz rund und war merklich blass im Gesicht“, stellte Trainer Emre Aktas fest, der den Offensivspieler gleich wieder vom Feld nahm. Die Ursachen für den plötzlichen Leistungsabfall konnte sich auch Gül selbst nicht erklären.

Ricardo de Souza Oliveira spielte für den SV Rodenbach in der Landesliga in der Pfalz.
Ricardo de Souza Oliveira spielte für den SV Rodenbach in der Landesliga in der Pfalz. © VfL © VfL

Ohnehin musste der Tabellenführer ohne den berufsbedingt verhinderten Björn Scharfe auskommen. Neben Andre Born (Zerrung) fehlt weiterhin Carlo Berlandieri wie auch Mirco Gohr. Der hatte sich im Match gegen den TSC Hamm drei Rippen gebrochen und „wird noch länger als die prognostizierten zwei Wochen ausfallen“ (Emre Aktas). Dabei stehen in den Augen des Trainers in Bönen und gegen die SVF Herringen zwei schwere Aufgaben an.

„Er ist schnell und körperlich fit.“

Emre Aktas, Trainer VfL Kamen

In denen kann er aber nun auf einen neuen Akteur zurückgreifen, der schon gegen den TuS Lohauserholz zum Einsatz kam. Ricardo de Souza Oliveira gehört nämlich seit Sonntag offiziell zum Kader des A-Kreisligisten und spielte bereits 20 Minuten. „Er ist schnell und körperlich fit“, sieht Trainer Aktas in seinem neuen Außenspieler eine Art „Tempo-Arbeiter“.

Der 26-jährige Oliveira wohnt seit gut einem Jahr in der Sesekestadt, in die es ihn berufsbedingt gezogen habe. Auch in Westfalen wollte er weiter seinem Hobby nachgehen und sah sich zunächst in Dortmund um, als er quasi vor seiner Haustüre den VfL entdeckte. Das zweiwöchige Probetraining habe ihm gut gefallen, sodass er sich den Blau-Weißen angeschlossen hat.

Ein vorheriger Einsatz war bislang noch nicht möglich, weil der Außenspieler erst seit gut zwei Monaten im Kamener Jahnstadion trainiert. Davon war er überdies drei Wochen in Urlaub. Gegen die SpVg Bönen am Sonntag am Rehbusch ist er aber wieder dabei.

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Thorsten Teimann

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