Mehr denn je kommt es auf den Teamgeist an, wenn der SuS Kaiserau am Sonntag bei Firtinaspor Herne antritt. © Thorsten Teimann
Fußball

SuS Kaiserau beim Schlusslicht – aber halbes Team ist auf „Hochzeitsreise“

Vom Papier her dürfte es machbar sein, wenn der SuS Kaiserau am Sonntag beim Schlusslicht antritt. Aber: Die halbe Mannschaft befindet sich auf einer „Hochzeitsreise“.

Ausgeglichener geht’s nicht: Drei Spiele – ein Sieg, ein Remis und eine Niederlage. Der SuS Kaiserau steht im sicheren Mittelfeld der Liga und hat auch nicht vor, groß abzurutschen. Aber es wird nicht leichter – auch nicht am Sonntag beim Schlusslicht (Anstoß 15 Uhr).

Die Stimmung am Dienstag nach dem klaren Pokalsieg beim BV 09 Hamm war jedenfalls gut bei der Schwarz-Gelben, für die am Sonntag wieder der Meisterschafts-Alltag Einzug hält. Und damit kommen ganz andere Kaliber auf die Truppe von Jörg Lange zu. Wie Firtinaspor Herne.

Liga-Schlusslicht ist wie ein angeschlagener Boxer

Der Klub aus Wanne, dessen Sportplatz gleich an der A42 liegt, ist mehr schlecht als recht in die Landesliga 3 gestartet, denn nach drei Niederlagen in Folge hält Firtinaspor die Rote Laterne in den Händen. Einfacher macht das die Aufgabe für die Schwarz-Gelben nicht.

Kaiseraus Trainer Jörg Lange muss in Herne auf einen Großteil seiner Spieler verzichten.
Kaiseraus Trainer Jörg Lange muss in Herne auf einen Großteil seiner Spieler verzichten. © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

Schon die DJK Wattenscheid musste das am zweiten Spieltag feststellen. Da führte Herne nach einer Stunde durch zwei Treffer von Clement Edache Itodo. Einer Aufholjagd in der letzten Viertelstunde war es zu verdanken, dass Wattenscheid das Match noch drehte.

Trainer Jörg Lange beobachtete den Gegner beim 0:3 in Horsthausen

SuS-Coach Jörg Lange hat den Gegner zuletzt beim 0:3 in Horsthausen beobachtet. „Herne hatte gute Chancen und ist körperlich robust. Die kommen mit großer Wucht und Tempo“, fordert er ebenso gehörige Körperlichkeit von seiner Mannschaft ein.

Doch die Hälfte der Truppe ist gar nicht dabei, denn die befindet sich auf „Hochzeitsreise“ in Reit im Winkel, wo Daniel Milcarek sein Ja-Wort gibt. Somit stehen Timo Milcarek, Robin Pfahl, Lukas Schuster, Henning Ulrich Steffen, Nino Herrmann, Moritz Schriefer und Marc-Simon Stender nicht zur Verfügung. Till Kowalski und Tom Diecks fallen verletzt aus.

„Es wird ein hartes Stück Arbeit und wir müssen halt rotieren“, ist Coach Lange weiterhin zuversichtlich. Aber schmunzelnd: „Na gut, die anderen Jungs müssen jetzt nicht unbedingt auch noch in den nächsten Wochen heiraten.“

Über den Autor
Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
Zur Autorenseite
Thorsten Teimann

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.