Eine Nummer zu groß: Der Kamener SC (r.) setzt sich im Stadtderby 6:2 gegen den BSV Heeren durch. © Berkemeyer
Fußball

Neuer Tabellenführer! Kamener SC zeigt BSV Heeren im Stadtduell klar die Grenzen auf

Rein gar nichts anbrennen ließ der Kamener SC im Stadtduell gegen den BSV Heeren. Ganz nebenbei kletterten die Kamener damit auch an die Tabellenspitze.

Deutlich weniger spannend als im Vorfeld erwartet verlief am Sonntagnachmittag das Kamener Stadtderby. Zu groß war die Dominanz des neuen Tabellenführers von der Gutenbergstraße.

Kreisliga A2: Kamener SC – BSV Heeren 6:2 (3:0)

Der BSV war mit einem arg dezimierten Kader angereist und musste auf insgesamt neun Stammkräfte verzichten. Folgerichtig übernahmen die Gastgeber vor guter Kulisse von Beginn an das Kommando.

Heeren sah sich in der Defensive gefangen und konnte nicht wirklich für Entlastung sorgen. Dennoch dauerte es bis zur 18. Minute, ehe Jan Jacob mit dem 1:0 den Torreigen eröffnete. Danach war der KSC angestachelt und legte weitere 18 Minuten später durch Jan Brinkmann das zweite Tor (36.) nach.

Die Schlüsselszene ereignete sich nicht nur aus Heerener Sicht in der 43. Minute. Hier bugsierte Mücahit Kücükyagci die Kugel zum 3:0 in die Maschen. „Das war aber klares Abseits“, gab sogar Kamens Coach Ahmet Kaya in der Folge unumwunden zu.

„Direkt davor gab es ein Handspiel im Strafraum. Da hätte eigentlich ein Strafstoß für uns gepfiffen werden müssen“, legte Heerens Coach Christoph Golombek sogar noch nach. „Wenn da das 1:2 gefallen wäre, vielleicht wäre sogar noch was drin gewesen.“

War es letztlich aber nicht, denn Heeren leistete sich nach dem Wiederanpfiff eine ausgedehnte Tiefschlafphase, die der KSC mit drei Treffern (50., 53., 56.) binnen sechs Minuten bestrafte und damit für glasklare Verhältnisse sorgen konnte.

Danach traten die Gastgeber entsprechend deutlich auf die Bremse und schalteten gleich mehrere Gänge zurück. Heeren konnte die plötzlichen Freiheiten zunehmend besser nutzen und sich zumindest ein wenig aus der Umklammerung befreien.

Durch einen Doppelpack von Tim Heberlein (58., 62.) konnte der BSV das Resultat zumindest noch ein klein wenig freundlicher gestalten.

„Der Sieg ist heute ein bisschen zu hoch ausgefallen“, konstatierte auch KSC-Coach Kaya. „Der Spielverlauf hat uns in die Karten gespielt.“

KSC: Schrader – Bastürk, P. Denninghoff, Milder, Hümmer, Lenz (70. Yildiz), Jacob, Aktas, Brinkmann (63. Yilmaz), Hahn, M Kücükyagci.

BSV: Eike – Kissing, Hilbk-Kortenbruck, Brech, Herbort (70. Rautenberg), Honorio (75. Brackelmann), Feldmann (53. Böhmfeldt), Wrodarczyk, Titt (75. Becker), Heberlein, Kaul.

Tore: 1:0 (18.) Jacob, 2:0 (36.) Brinkmann, 3:0 (43.) Kücükyagci, 4:0 (50.) Jacob, 5:0 (53.) Bastürk, 6:0 (56.) Hümmer, 6:1 (58.) und 6:2 (66.) Heberlein.

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.