Das Spiel zwischen dem BSV Heeren und GS Cappenberg hatte es in sich. © Janis Czymoch
Fußball

Im Krankenhaus genäht: BSV-Hüne bei Ausgleichstreffer gegen Cappenberg verletzt

Der 19-Jährige hat sich in seinem ersten Senioren-Jahr bei Kreisligist BSV Heeren auf Anhieb einen Stammplatz erspielt – auf einer für ihn ungewöhnlichen Position. Sein Trainer schwärmt.

In einer rasanten Fußball-Kreisliga-Partie gewann der BSV Heeren am Ende knapp mit 3:2 gegen Grün-Schwarz Cappenberg. Einer der stärksten auf dem Platz war ein junger Stürmer (19). Zumindest für die ersten 45 Minuten. Denn dann wurde es blutig.

Kurz vor dem Pausenpfiff traf Tim Heberlein zum zwischenzeitlichen 1:1-Augleich gegen die Cappenberger. Dabei knallte es ordentlich. Der Torschütze verletzte sich, während er in den Torhüter rutschte. „Es war eine Fleischwunde am Knie. Ich bin dann sofort ins Krankenhaus und musste genäht werden“, berichtet Heberlein.

Doch das Sturm-Talent war hart im Nehmen: Noch vor dem Abpfiff war er wieder am Platz und feuerte seine Mannschaft an. „Zum Glück ist jetzt am Sonntag spielfrei. Ich falle nämlich nur etwa eine Woche aus“, sagt Heberlein. Ein Glücksfall vor allem auch für BSV-Trainer Christoph Golombek.

Der schwärmt: „Es ist sein erstes Senioren-Jahr. Wir sind sehr froh, wie er sich entwickelt“, sagt der Coach. Für ihn bräuchte es gleich mehrere Spieler vom Kaliber Heberlein. „Seine Einstellung stimmt auch einfach, er ist immer beim Training. Wenn wir davon mehr hätten, würde es uns sehr viel besser gehen“, lobte der Trainer mit einem Lachen.

BSV-Stürmer glänz auf ungewöhnlicher Position

„Ich komme viel über das Läuferische und wenn es zu Eins-Gegen-Eins-Situationen kommt, funktioniert der Abschluss meistens auch ganz gut“, sagt Tim Heberlein. In der aktuellen Spielzeit funktionierte das bereits fünf Mal. Denn so viele Tore hat der Goalgetter bereits auf seinem Konto. Und das auf einer für den 1,92-Meter großen BWL-Studenten ungewöhnlichen Position.

Tim Heberlein (l.) spielt beim BSV Heeren als Außenstürmer.
Tim Heberlein (l.) spielt beim BSV Heeren als Außenstürmer. © Palschinski © Palschinski

„In meiner Jugend habe ich immer im Zentrum gespielt. Seit ich bei den Senioren bin, spiele ich als Außenstürmer“, erzählt er. Gegen den GSC sogar in Top-Form. Nicht nur wegen seines Tores. So zog der 19-Jährige in der 38. Minute stark an einem grün-schwarzen Verteidiger vorbei. Der konnte sich nur noch mit einem Foul behelfen. Notbremse und glatt Rot für seinen Gegenspieler.

Trotz der vielen guten Ansätze spürt Heberlein allerdings den Unterschied zum Jugendfußball deutlich. „Vor allem die Körperlichkeit ist ein anderes Niveau. Man kommt deutlich schwieriger an Gegenspielern vorbei und die kleinen Tricks von älteren Spielern sind viel effektiver“, findet der Sturm-Hüne. Zumindest gegen GS Cappenberg funktionierte das mit dem Vorbeikommen an Gegenspielern aber ja anscheinend schon ganz gut.

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