Ein Spieler des Holzwickeder SC verlässt den Klub nach drei Jahren. © picture-alliance/ dpa
Fußball

Trotz Einsatzgarantie: Zehnter Abgang des Holzwickeder SC steht fest – geht es nach Lünen?

Beim Holzwickeder SC tut sich personell gerade einiges. Ein Spieler hat dem Verein nun mitgeteilt, dass er den Klub verlässt - trotz Einsatzgarantie. Der Lüner SV gilt als mögliches Ziel.

Gerade erst hat der Fußball-Oberligist Holzwickeder SC mit Torhüter Torben Simon den Abgang von Keeper Malte Hegemann kompensiert, da tut sich schon die nächste personelle Baustelle auf: Ein Spieler wird den Klub nach drei Jahren verlassen – und das, obwohl er für die kommende Saison sogar eine Einsatzgarantie zugestanden bekommen hätte.

51 Spiele und zwei Treffer im HSC-Trikot

„Robin Rosowski wird uns verlassen. Wir planen nicht mehr mit ihm“, erklärte Holzwickedes Sportchef Tim Harbott auf Nachfrage dieser Redaktion. Der Mittelfeldspieler war im Sommer 2018 vom SV Brackel an die Emscher gewechselt und brachte es seitdem auf 51 Spiele und zwei Treffer für den HSC.

Bereits einige Monate lang herrschte Unklarheit darüber, wie es mit Rosowski und dem HSC weitergehen würde. Der Grund: Der 25-jährige Student plant im September erneut einen längerfristigen Auslandsaufenthalt im spanischen Sevilla. Vonseiten des Holzwickeder SC wäre das aber noch lange kein Grund gewesen, um getrennte Wege gehen zu müssen.

Rosowski schlägt den sportlichen Blankoscheck aus

„Wir haben ihm angeboten, einen Platz im Kader für ihn freizuhalten. Wenn er da gewesen wäre, hätte er auch gespielt. Wir wissen schließlich, was ihr an ihm als Typen haben – auf dem Platz sowie in der Kabine“, erklärt Harbott. Doch trotz dieses sportlichen Blankoschecks habe Rosowski dem Verein mitgeteilt, dass er sich eine Veränderung wünscht und das Angebot abgelehnt.

Robin Rosowski wird den Holzwickeder SC nach drei Jahren verlassen.
Robin Rosowski wird den Holzwickeder SC nach drei Jahren verlassen. © HSC © HSC

Bereits im April hatte Rosowski gegenüber dieser Redaktion betont, dass er sich „grundsätzlich auch eine Veränderung vorstellen“ könne. Gerüchte, wonach Rosowski bereits kurz vor einem Wechsel zum Westfalenligisten Lüner SV stehe, kommentierte er damals gegenüber dieser Redaktion mit den Worten: „Da steht noch gar nichts fest.“

Ein Wechsel nach Lünen würde niemanden überraschen

Dennoch würde dieser Schritt wohl kaum jemanden überraschen. Denn nicht nur privat hat Rosowski Verbindungen in die Stadt an der Lippe. Mit dem künftigen LSV-Co-Trainer Karim Bouasker schnürte Rosowski vor Jahren bereits gemeinsam die Fußballschuhe.

Zudem wechselt mit Trainer Axel Schmeing und und Co-Trainer Marcel Piaszyk, der beim LSV die Rolle des Sportlichen Leiters übernimmt, nicht nur das aktuelle Trainergespann des Holzwickeder SC nach Lünen. Auch würde Rosowski dort auf seine derzeitigen Teamkollegen Nico Berghorst und René Richter treffen, die der LSV jüngst offiziell als Neuzugänge vorgestellt hat.

Zudem lobte Trainer Axel Schmeing Rosowski bei dessen Vertragsverlängerung im Sommer 2020 auf der HSC-Homepage in den höchsten Tönen. Rosowski sei ein „absoluter Teamplayer mit einer Top-Einstellung – eigentlich ein Spieler, den sich jeder Trainer wünscht“, heißt es dort. Bleibt abzuwarten, ob Schmeing sich Rosowski auch noch im Sommer 2021 in Lünen wünscht – und ob der 25-Jährige dem Ruf folgt, wenn er denn kommt.

Über den Autor
2014 als Praktikant in der Sportredaktion erstmals für Lensing Media aufgelaufen – und als Redaktionsassistent Spielpraxis gesammelt. Im Oktober 2017 ablösefrei ins Volontariat gewechselt und im Anschluss als Stammspieler in die Mantel-Redaktion transferiert. 2021 dann das Comeback im Sport, bespielt hauptsächlich den Kreis Unna.
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Marc-André Landsiedel

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