Ein weiterer Leistungsträger verlässt den Holzwickeder SC am Saisonende. © Art
Fußball

Holzwickeder SC verliert eine wichtige Stammkraft und Identifikationsfigur

Dieser Abgang schmerzt: Fußball-Oberligist Holzwickeder SC muss ab der kommenden Saison ohne eine wichtige Stammkraft auskommen. Der Routinier hinterlässt große Fußstapfen.

Beim Fußball-Oberligisten Holzwickeder SC ist personell derzeit einiges im Umbruch. Nun hat der Emscherklub gegenüber dieser Redaktion den nächsten Abgang bestätigt – und der ist schmerzhaft. Eine Identifikationsfigur der letzten Jahre, die sich zuletzt in ungewohnter Rolle zur Stammkraft gemausert hat, kehrt dem HSC im Sommer den Rücken.

Ausgerechnet in der Innenverteidigung ist Mirco Gohr in dieser Saison kaum noch wegzudenken. Dabei war der Linksfuß, der bereits seit dem Jahr 2014 die Fußballschuhe für den HSC schnürt, lange Zeit im offensiven Mittelfeld beheimatet. Doch in der laufenden Saison fand er dann schließlich seinen Stammplatz im Abwehrzentrum.

Harbott: „Er hat hier einen Riesen-Job gemacht“

Der Abgang schmerzt – und zwar nicht bloß aufgrund von Gohrs fußballerischen Qualitäten. „Mirco ist sehr wichtig für die Mannschaft. Er hat sich in den vergangenen Jahren zu einer absoluten Identifikationsfigur entwickelt, hat hier einen Riesenjob gemacht und war von Beginn an dabei. Er hat jeden Aufstieg miterlebt“, erinnert Holzwickedes Sportlicher Leiter Tim Harbott an die Verdienste des Routiniers.

Nun gehen Holzwickede und Gohr aber bald getrennte Wege. Nach Informationen dieser Redaktion soll es den erfahrenen Oberliga-Spieler gleich vier Klassen tiefer zu einem A-Ligisten im Kreis Unna verschlagen. Tim Harbott führt „körperliche Gründe“ an, die Gohr zu einem Vereinswechsel bewogen haben. „Mirco wird 30 Jahre alt und er hat jetzt ein charmantes Angebot vorgelegt bekommen. Da ist es absolut verständlich, dass er diesen Weg gehen will“, so der Sportchef des HSC.

Ein großes Loch – auch in der Kabine

Und so klafft beim Holzwickeder SC bald ein großes Loch. „Und zwar nicht nur in der Innenverteidigung, sondern auch in der Kabine“, hebt Harbott noch einmal Gohrs Führungsqualitäten hervor. Dennoch zeigt sich Harbott zuversichtlich, dass zumindest Gohrs Platz in der Innenverteidigung durch zwei Youngster gestopft werden kann.

„Wir haben mit Tim Breuer und Fabian Jenusch zwei junge Spieler geholt, die nun in die Fußstapfen von Mirco Gohr treten müssen – das ist jetzt nunmal so“, schickt Harbott eine klare Forderung an die beiden Neuzugänge. Man darf gespannt sein, wie gut und schnell dem Duo das gelingt – aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben.

Über den Autor
2014 als Praktikant in der Sportredaktion erstmals für Lensing Media aufgelaufen – und als Redaktionsassistent Spielpraxis gesammelt. Im Oktober 2017 ablösefrei ins Volontariat gewechselt und im Anschluss als Stammspieler in die Mantel-Redaktion transferiert. 2021 dann das Comeback im Sport, bespielt hauptsächlich den Kreis Unna.
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Marc-André Landsiedel
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