Marcel Duwe und der Holzwickeder SC hatten im heimischen Montanhydraulikstadion gegen die SG Wattenscheid mit 1:3 das Nachsehen. © Neumann
Fußball

Erst kein Glück, dann auch noch Verletzungspech: Holzwickeder SC verliert gegen Wattenscheid

Der Holzwickeder SC bleibt auch im zweiten Heimspiel ohne Erfolgserlebnis. Gegen den Ex-Bundesligisten war am Sonntag mehr drin. Zu allem Überfluss verletzt sich ein wichtiger Spieler.

Gegen den Ex-Bundesligisten SG Wattenscheid muss sich der Holzwickeder SC am Sonntag im heimischen Stadion geschlagen geben. Die Gäste präsentierten sich in der entscheidenden Phase einfach cleverer als das Woller-Team. Ein Angreifer des HSC wird zur tragischen Figur.

Oberliga: Holzwickeder SC – SG Wattenscheid 1:3 (1:1)

Eigentlich hatten die Rahmenbedingungen Sonntag beim Match zwischen dem Holzwickeder SC und der SG Wattenscheid 09 gestimmt. Bei Temperaturen, für ein Fußballspiel geradezu prädestiniert, dazu rund 700 Zuschauer, was will der Fan da noch mehr.

Und die Anhänger brauchten auf den ersten Treffer nicht lange warten: Wieder einmal war die Defensive der Platzherren in der fünften Spielminute noch nicht so recht im Bilde, jedenfalls kombinierten sich die Bochumer über die rechte Angriffsseite relativ einfach vor das HSC-Gehäuse, wobei Berkan Cambulat dann keine Mühe hatte, Kevin Beinsen im Holzwickeder Tor zum 0:1 zu überwinden. Ein Treffer mit Folgen, denn die Woller-Mannen brauchte danach schon ihre Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen.

Immerhin: Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich die Partie mehr und mehr Richtung Wattenscheider Spielhälfte. So hatte Marcel Duwe (16.) Pech, als sein Geschoss knapp am Tor der SGW vorbeistrich – es war der Auftakt zu einem besseren Spiel der Platzherren.

Nach knapp einer halben Stunde Spielzeit sahen sich die Blau/Grünen dann für ihre Bemühungen belohnt: Moritz Müller hatte zu einem Sturmlauf angesetzt, seine Maßflanke erreichte Leon Gensicke – von dem später noch die Rede sein würde – und der das Leder unhaltbar zum 1:1 im Gästetor unterbrachte. „Danach waren die Holzwickeder das bessere Team“, gab Wattenscheids Trainer Christian Britscho nach dem Spiel unumwunden zu.

Das hinderte den Gast indes nicht, sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff erneut in Front zu gehen, weil Nils Hönicke beim Torschuss nicht entscheidend gestört wurde. Just zu diesem Zeitpunkt hatte Leon Gensicke das Feld mit Verdacht auf Bänderriss verlassen müssen.

Leon Gensicke (am Boden) musste gegen seinen Ex-Klub unter Schmerzen das Feld verlassen.
Leon Gensicke (am Boden) musste gegen seinen Ex-Klub unter Schmerzen das Feld verlassen. © Neumann © Neumann

Der HSC war dennoch weiter im Spiel, hatte zunächst Pech, weil Robin Schultze nur das Außennetz des SGW-Tores anvisierte. Noch dicker war die Möglichkeit, die sich Tomislav Ivancic (67.) bot: Der eingewechselte Henri Böcker hatte sich kraftvoll durchgesetzt, doch seine Maßvorlage konnte Ivancic nicht verwerten, weil der Gästetorwart prachtvoll parierte.

So kam es wie es kommen sollte: Die SGW führte einen Freistoß blitzschnell aus und Casalino vollendete zum 1:3-Endstand.

„Wir haben ein gutes Oberligaspiel gesehen. Ein Fehlverhalten bei uns führte zum schnellen 0:1. Leider haben wir unsere Riesenchance zum 2:2 nicht genutzt. Die Verletzung von Leon Gensicke tut mir sehr leid“, resümierte HSC-Coach Marc Woller.

HSC: Beinsen – Müller (85. Biancardi), Schneider, Delija, Duwe, Ivancic (77. Majewski), Gensicke (52. Böcker), Hoppe, Schultze, Kyeremateng (90. Busemann), Arenz

Tore: 0:1 Canbulut (5.), 1:1 Gensicke (27.), 1:2 Hönicke (53.), 1:3 Casalino (73.)

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