Ensar Selmanaj Mitte) und der Holzwickeder SC hatten am Donnerstag einen schweren Stad und kassierten gegen den SC Paderborn II ein halbes Dutzend Gegentreffer. © KSV-Bank
Fußball

Bundesliga-Nachwuchs zu stark: SC Paderborn II überrollt Holzwickeder SC

Es hat sich nichts geändert: Im eigenen Stadion kann der Holzwickeder SC nicht gewinnen. Auch gegen die U21 des SC Paderborn gab es am Donnerstag eine wahre Lehrstunde.

Der Blick auf den Spielberichtsbogen machte im Vorfeld der Partie deutlich: Der stark ersatzgeschwächt antretende Holzwickeder SC hätte gegen ein bärenstarkes Team aus Ostwestfalen schon ein kleines Wunder bewirken müssen, um endlich einmal daheim zu punkten.

Oberliga Westfalen

Holzwickeder SC – SC Paderborn II

0:6 (0:3)

Neben den bekannten Ausfällen, fehlte kurzfristig gegenüber dem Münster-Spiel auch noch Enis Delija. Zu allem Überfluss musste mit Philipp Gödde bereits nach 13 Spielminuten ein weiterer Akteur vorzeitig passen, sodass auch beim HSC in der Folge fast nur noch junge, damit unerfahrene Spieler, auf dem Feld standen, die gegen die Domstädter zumeist völlig überfordert waren.

So fiel der Führungstreffer der Gäste (8.) fast zwangsläufig recht schnell: SCP-Torjäger Luis Ortmann hatte fast von der Grundlinie klug zurück gepasst, sodass Akbar Tchadjiobo keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz zum 0:1 zu vollenden. Auch in der Folge beherrschte das Nachwuchsteam des Zweitligisten Ball und Gegner, wenngleich sich die vielfach unerfahrenen HSC-Cracks nach Kräften wehrten.

Mit einem Doppelschlag von Tchadjobo und Luis Ortmann zwischen der 23. und 25. Spielminute stellten die Gäste die Signale vorzeitig auf Sieg. Danach kamen die Platzherren zwar etwas besser ins Spiel, ernsthaft in Gefahr geriet der Paderborner Kasten zumindest in dieser Phase aber nicht – so sehr sich die Holzwickeder gegen die drohende Niederlage auch stemmten.

Holzwickedes Philipp Gödde verletzt sich frühzeitig am Oberschenkel und musste anschließend ausgewechselt werden.
Holzwickedes Philipp Gödde verletzt sich frühzeitig am Oberschenkel und musste anschließend ausgewechselt werden. © Neumann © Neumann

Bestanden bis kurz nach dem Wiederanpfiff bei den HSC-Fans noch Hoffnungen auf eine Wende, so beendeten die Gäste mit einem weiteren Doppelschlag diese Hoffnungen recht schnell: Soufiane El-Faouzi (48.) und erneut Tchadjobo, drei Minuten später, der damit seinen dritten Treffer in dieser Partie zielte, erhöhten die Führung des SC Paderborn auf 5:0.

Holzwickedes Dario Biancardi vergibt Gute Chance

Glück für den HSC, dass es die Kniat-Mannen mit der klaren Führung im Rücken etwas langsamer angingen. So hatte Dario Biancardi in der 73. Pech, dass sein Schuss bei der ersten echten Gelegenheit für die Holzwickeder knapp am Tor der Gäste vorbeistrich. Aber auch der eingewechselte U23-Spieler Andreas Heiß hätte mit etwas mehr Glück den Ehrentreffer für seine Farben erzielen können. So war es Paderborns Samet Coskun, der mit seinem Tor das halbe Dutzend perfekt machte.

„Angesichts der Situation bei uns gibt es zum Spielverlauf nicht viel zu sagen. Wir haben uns nach Kräften bemüht, jeder hat sein Bestes gegeben, aber mit so vielen Ausfällen in unserem Team war einfach nicht mehr drin. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, resümierte HSC-Coach Marc Woller.

„Wir haben zuletzt gegen Herne und Rhynern zwei schlechte Spiele gezeigt. Ich wusste, das meine Jungs heute eine Reaktion daraufhin zeigen würden“, meinte Mitch Kniat, Trainer der Paderborner U21, nach dem Spiel.

Holzwickeder SC: Beinsen – Busemann, Schneider, Jusuf, Gödde (13. Heiß), Duwe, Schultze (61. Kruse), Selmanaj, Majewski (58. Schmidt), Biancardi, Jenusch

Tore: 0:1 Tchjobo (8.), 0:2 Tchadjobo (23.), 0:3 Ortmann (25.), 0:4 El Faouzi (48.) 0:5 Tchadjobio (51.), 0:6 Coskun (88.)

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