Langschedes Benedikt Szameitat (r.) durfte in der Nachspielzeit ebenso duschen gehen wie Bausenhagens Jan Hendriks - eine zu harte Entscheidung. FOTO © Landsiedel
Fußball

Zwei Platzverweise, viel Kampf und keine Tore: Das Derby in Fröndenberg – mit Videos

Ein Spieler, der bis vor Kurzem noch für Bausenhagen spielte, hatte ausgerechnet für den SV Langschede die dickste Chance. Er vergab - und sorgte dafür, dass das Fröndenberger Derby torlos endete.

Im Fröndenberger A-Liga-Derby zwischen dem SV Langschede und dem SV Bausenhagen haben die beiden Teams der Langscheder „Ruhrkampfbahn“ am Sonntag alle Ehre gemacht.

Kreisliga A2

Langschede – Bausenhagen 0:0

Wenige Torchancen, dafür umso mehr Zweikämpfe bekamen die rund 150 Zuschauer am Sonntag zu sehen. Und mit zunehmender Spieldauer auch immer mehr Nickligkeiten in einem – wohlgemerkt – unterm Strich doch recht fair geführten Derby.

Doch hier und da nahmen dann doch die Emotionen überhand, so manches Foulspiel wurde dankend angenommen und theatralisch zelebriert. Was schließlich auch im unschönen Höhepunkt des Derbys gipfelte: Schiedsrichter Markus Giesen stellte in der Nachspielzeit Langschedes Benedikt Szameitat sowie Bausenhagens Jan Hendriks mit glatt Rot vom Platz, weil die beide sich nach einem eher gewöhnlichen Zweikampf beharkten.

Zwei Rote Karten in der Schlussphase

Ein kurzes Wortgefecht, ein kleines Geschubse, plötzlich lag Szameitat am Boden und der Unparteiische hatte genug gesehen. Beide Spieler durften duschen gehen – eine zu harte Entscheidung, die wohl am Ende der Masse an Scharmützeln geschuldet war. Trotzdem: Gelb für beide Akteure hätte hier vollkommen gereicht. Spielerisch konnte sich ansonsten keines der beiden Teams großartig hervortun.

Wenn überhaupt waren es eher die Gäste aus Bausenhagen, die ein wenig mehr Feldvorteile hatten. Und auch nach hochkarätigen Chancen stand es am Ende unentschieden: Bausenhagens Alexander Erdmann scheiterte nach feinem Zuspiel am herauseilenden SVL-Keeper Christopher Sander, der Erdmanns mit einem starken Reflex und einer Hand entschärfte (40.).

Ein Ex-Bausenhagener vergibt die größte Chance – für Langschede

Auf der Gegenseite hatte ausgerechnet Daniel Schoof, der in diesem Sommer von Bausenhagen an die Ruhrbrücke gewechselt war, die Chance zur Führung. Doch er setzte einen Kopfball aus 13 Metern völlig frei knapp über den Querbalken.

„Bausenhagen hat den Punkt verdient. Wir waren spielerisch nicht drin und haben uns viel zu oft in den langen Ball provozieren lassen. Bausenhagen hat gut Druck gemacht“, lobte Langschede-Coach Stefan Kortmann den Gast. Und auch sein Gegenüber Bastian Hoffmann hatte nur Lob für seine Mannschaft übrig: „Ich bin absolut zufrieden. Die Jungs haben kämpferisch eine super Leistung gezeigt und zum zweiten Mal die Null gehalten – mehr wollten wir nicht.“

SVL: Sander – Görler (58. Szameitat), Emde, Krupka, Kirstein (71. Radzko), Wilke (66. Clausen), Mai, Brewedell, Schoof, Essmann, Schorsch (73. Henning)

SVB: Peters – Hans, Hohmann (73. Franke), Bartmann (46. Horenkamp), Hendriks, Andree, Neithart, Wegener, R. Erdmann, A. Erdmann, Frank (52. Wiechers)

Bes. Vorkommnis: Rote Karte gegen Szameitat (90.) und Hendriks (90.) wegen Unsportlichkeit

Über den Autor
2014 als Praktikant in der Sportredaktion erstmals für Lensing Media aufgelaufen – und als Redaktionsassistent Spielpraxis gesammelt. Im Oktober 2017 ablösefrei ins Volontariat gewechselt und im Anschluss als Stammspieler in die Mantel-Redaktion transferiert. 2021 dann das Comeback im Sport, bespielt hauptsächlich den Kreis Unna.
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Marc-André Landsiedel

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