Marvin Böhme selbst wird am Wochenende spielen können - einige seiner Spieler aber nicht. © Johanna Wiening
Fußball

Vor Keller-Duell in Weddinghofen: SV Stockum fehlen zahlreiche ungeimpfte Spieler

Für den SV Stockum und den VfK Weddinghofen wird die Partie am Sonntag ein Sechs-Punkte-Spiel im Abstiegskampf. Gerade deshalb kommt die neue Regelung für den SV Stockum zur Unzeit.

Die Zahlen sind extrem schwach. Nach zwölf Spieltagen steht der SV Stockum auf dem 16. und letzten Tabellenplatz mit nur zwei Punkten und einem Torverhältnis von 3:50. Nur einen Platz davor steht der VfK Weddinghofen mit fünf Zählern und 14:63-Toren. Das Duell der beiden Kellerkinder ist am Sonntag also ein Sechs-Punkte-Spiel.

Das weiß auch Stockums Spielertrainer Marvin Böhme. „Wir müssen gewinnen“, gibt er unumwunden zu. „Wenn wir gewinnen, haben wir fünf Punkte wie die zwei Mannschaften davor auch. Dann können wir uns so bis zur Winterpause retten und da dann neue Spieler bekommen. Aber dafür müssen wir das Spiel dringend gewinnen.“

Der SV Stockum hat zumindest ein bisschen Hoffnung

Ein bisschen Hoffnung hat Böhme aber vor allem aufgrund eines Rückkehrers vom vergangenen Spieltag. „Tolga Köroglu ist ja seitdem wieder da. Der hat uns extrem geholfen, vorne auch mal Chancen zu kreieren. Dann können wir vielleicht endlich mal Tore schießen“, sagt der Coach.

Personell gibt es aber auch einen Rückschlag – zunächst die 2G-Regelung und nun die neue Auslegung mit PCR-Tests. „Uns fehlen deswegen fünf ungeimpfte Spieler. Das ist vor so einem Spiel besonders bitter“, sagt Marvin Böhme, betont aber auch: „Ich finde die Regelung richtig und sinnvoll. Sportlich wäre es für uns natürlich besser gewesen, wenn man ab Januar das neue Regelwerk gemacht hätte, dann hätten wir reagieren können. Aber wir müssen das jetzt so akzeptieren.“

Auch Weddinghofen setzt alles auf den Sieg gegen den SV Stockum. „Wir haben die Anzahl der Trainingseinheiten erhöht und noch ein Testspiel dazwischengeschoben“, ist die Truppe von Spielertrainer Stefan Feldmann, der bei seinem Comeback beim 7:2 gegen TIU Rünthe selbst zwei Mal getroffen hat, mächtig motiviert. Und der Coach möchte auch gegen Stockum auflaufen. „Unsere Moral ist gestärkt, wir sind guter Dinge“, sagt er.

Stefan Feldmann will am Wochenende selbst spielen. © Palschinski © Palschinski

Anders als bei den Werner Gästen wirkt sich die neue Regel innerhalb des Kaders wohl nicht so gravierend aus: „Ich muss mal sehen, wer alles als genesen gilt“, sagt Feldmann. Und: „Ich finde es sportlich gesehen eine Frechheit, dass weitergespielt wird. Auf der anderen Seite hatten alle genug Zeit, um sich impfen zu lassen. Wer das nicht gemacht hat, muss mit den Konsequenzen leben.“

So oder so möchte der VfK bis Weihnachten über dem Strich stehen – auch mit Blick auf einen möglichen Saisonabbruch. Feldmann, der seit zwei Wochen an der Seitenlinie von Deniz Erbay unterstützt wird: „Wir wollen hier nichts riskieren. Es wäre fatal, wenn die Saison abgebrochen wird und wir auf einem Abstiegsrang stehen. Deshalb ist der Sieg gegen den SV Stockum immens wichtig.“

Es ist derzeit wohl eher nicht davon auszugehen, dass beide Vereine rechtzeitig zu Sonntag negative PCR-Tests für ihre ungeimpften Kicker vorlegen können.

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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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