SuS-Trainer Birol Dereli (r.) sorgt sich um zwei seiner Spieler. © Darius Palschinski
Fußball

Schulterverletzung und Knochenabsplitterung – SuS Oberaden bangt um ein Duo

Der ambitionierte A-Kreisligist SuS Oberaden machte jüngst mit eindrucksvollen Testspiel-Ergebnissen auf sich aufmerksam. Sorgen bereitet dem Bergkamener Klub allerdings ein verletztes Duo.

Mit 4:1 fertigte SuS Oberaden am Mittwoch BW Alstedde ab, drei Tage zuvor hatte Landesligist SuS Kaiserau mit 0:1 das Nachsehen gegen den Kreisligisten. Eindrucksvolle Ergebnisse, allerdings bereiten zwei Spieler dem Oberadener Trainer Birol Dereli Sorgen: Das Spiel gegen IG Bönen wurde wegen einer Verletzung sogar abgebrochen, gegen Kaiserau erwischte es den nächsten SuS-Akteur.

Jeremy-Jamal Mustapha ist eine Art Königstransfer gewesen, immerhin bringt der 23-Jährige Oberliga-Erfahrung mit an den Römerberg. Möglicherweise muss der A-Ligist aber lange auf Mustapha verzichten: Im Test gegen IG Bönen verletzte sich der Fußballer derart schwer an der Schulter, dass die Begegnung abgebrochen wurde.

An den Augenblick erinnert sich Mustapha noch gut: „Der Gegenspieler wollte aufs Tor schießen und ich dazwischengrätschen. Beim Abstützen ist mein Arm aber irgendwie nach oben weggeklappt und ich konnte ihn danach nicht mehr bewegen.“

Nach extremen Schmerzen war das Einrenken „eine Erlösung“

Mustapha blieb anschließend auf dem Rasen liegen und wurde von dort sofort ins Krankenhaus transportiert. Röntgenaufnahmen wurden angefertigt und es zeigte sich, dass die Schulter ausgekugelt war. „Das Gelenk wurde dann wieder eingerenkt und das war echt wie eine Erlösung“, beschreibt Mustapha die Situation: „Vorher war es extrem schmerzhaft.“

Der Arm wird seitdem durch eine Schiene stabilisiert. Wie lange der ehemalige Oberliga-Kicker nun ausfällt, ist allerdings unklar. „Ob und was genau in der Schulter kaputt ist, wird erst durch MRT-Aufnahmen deutlich“, erklärt Mustapha. Einen entsprechenden Termin hat der 23-Jährige zeitnah. „Ich hoffe, dass alle Bänder heile geblieben sind und ich nicht operiert werden muss“, so der Wunsch des Spielers.

Auch Yunus Sevindir steht eine Zwangspause bevor. Der 22-Jährige knickte im Spiel gegen SuS Kaiserau ohne gegnerische Einwirkung um. „Es hat sofort laut geknackt im Knie und ich wusste, dass da irgendwas passiert ist“, beschreibt der Flügelspieler den Augenblick.

Seine anfängliche Furcht vor einem Kreuzbandriss bestätigte sich nach einem Arzt-Besuch glücklicherweise nicht. Vielmehr sei ein minimales Stück des Schienbeinkopfes abgebrochen. Schmerzhaft, aber kein Anlass für eine Operation.

Im Test gegen den TuS Lohauserholz lief Yunus Sevindir (schwarzes Trikot) noch rund.
Im Test gegen den TuS Lohauserholz lief Yunus Sevindir (schwarzes Trikot) noch rund. © Darius Palschinski © Darius Palschinski

„Ich habe eine Schiene bekommen, die ich für etwa drei oder vier Wochen tragen muss“, erklärt Sevindir, „danach kann ich mich schon langsam wieder an Fußball herantasten“. Aktuell habe er keine Schmerzen mehr, hält die Belastung auf das lädierte Knie aber auch in Grenzen und bewegt sich vornehmlich auf Krücken.

„Das ist super ärgerlich, dass ich jetzt erstmal ausgebremst werde, weil ich sehr heiß auf die Saison war“, hadert der Verletzte. Um die Mannschaft macht er sich aber keine Sorgen: „Unser Kader ist stark und auch in der Breite sehr gut besetzt. Man merkt durchgehend, wie viel Potenzial in der Mannschaft steckt.“

Auch Trainer Dereli vertraut auf seinen Kader: „Natürlich hoffen wir, dass die beiden nicht lange ausfallen. Wir sind aber immer noch gut aufgestellt und die Testspiele zeigen, dass die Mannschaft immer mehr zusammenwächst.“

Mit diesem hochkarätigen Kader will der SuS Oberaden um den Aufstieg spielen – Jeremy-Jamal Mustapha und Yunus Sevindir würden dabei sicher helfen.

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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