Marcel Erdmann und der SuS Oberaden kamen gegen die Reserve des VfL Kamen nicht über ein 2:2 hinaus. © Palschinski
Fußball

Kreisliga A (2): SuS Oberaden stolpert – Vierfach-Torschütze lässt BSV Heeren jubeln

Topfavorit SuS Oberaden ließ am Wochenende in der Kreisliga A2 wieder Punkte liegen. Indes feierte der BSV Heeren einen klaren Sieg mit einem Vierfach-Torschützen.

Der SuS Oberaden hat wieder Federn gelassen. Diesmal reichte es gegen die Zweite des VfL Kamen nur zu einem Unentschieden. Niederlagen kassierten der FC TuRa und der FC Overberge.

SuS Oberaden – VfL Kamen II 2:2 (0:1). Die Überraschung des Spieltages wird sicherlich vom Oberadener Römeeberg vermeldet, denn mit einem Punktgewinn des VfL konnte man nicht unbedingt rechnen. „Das war leider keine gute Vorstellung meiner Mannschaft. Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns, wenn wir die Ziele erreichen wollen“, zeigte sich Oberadens Trainer Birol Dereli ziemlich enttäuscht.

Seine Mannen verpassten in der ersten halben Stunde das 1:0, denn Marcel Erdmann, Peter Sokol und Joshua Kusch konnten die sich bietenden Chancen nicht verwerten. Besser machte es der VfL auf der anderen Seite, denn Martin Schmelzer sorgte mit einem verwandelten Elfmeter für die Gästeführung. Nach dem Wiederanpfiff kamen die Hausherren wütend aus den Kabinen und drehten den Spieß recht schnell durch Erdmann und Talha Temur um. Alles schien seinen normalen Gang zu gehen. Doch der VfL steckte keinesfalls auf und wurde in der Nachspielzeit mit dem 2:2 durch einen erneuten Elfmeter von Schmelzer belohnt.

Kurz darauf sahen Tim Schemmer (VfL) und Mohammed Karadag (SuS) die Ampelkarte.

„Das war eine tolle kämpferische Leistung meiner Spieler. Der Punktgewinn ist nicht unverdient“, jubelte VfL-Übungsleiter Alexander Hennig.

SuS Oberaden: Münstermann, Whitworth (46. Ceviker, 72. Zschau), Klein (57. Tekkanat), Temur, Krakala, Kusch, Bozkurt, Karadag, Erdmann, Kusakci, Sokol

VfL Kamen II: Fuhrich, Rademacher, Pirpir, Mamaladze (60. Möller), Schacknat, Schmelzer, Hirsch (68. Mäurers), Diallo, Schemmer, Milk (80. Marscholek), Freyermuth (72. Ehlenberger)

Tore: 0:1 (29.) Schmelzer, 1:1 (58.) Erdmann, 2:1 (66.) Temur, 2:2 (91.) Schmelzer

Bes. Vorkommnisse: Ampelkarte gegen Schemmer (VfL, 93.), Ampelkarte gegen Karadag (SuS, 93.)

FC Overberge – SuS Kaiserau II 0:2 (0:0). „Die Niederlage geht in Ordnung, denn wir haben heute unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt“, resümierte Overberges Coach Recep Alkan. In der Tat bestimmten die Gästen in den ersten 45 Minuten eindeutig das Geschehen. So visierte Tillmann Siebert nur den Querbalken an, Felix Hülsmann und Ben-Martin Jendis ließen weitere hochkarätige Chancen ungenutzt.

Nach dem Seitenwechsel agierten die Gäste zunächst recht schläfrig, doch die Hausherren brachten die Lederkugel nicht in das gegnerische Gehäuse. Danach wurde der SuS wieder dominanter. Jendis traf nur den Innenpfosten. Besser machte es kurz darauf Hülsmann mit einem sehenswerten Weitschuss. Overberge wirkte geschockt und kassierte einige Minuten später durch Nils Ittermann das 0:2. Danach übten die Platzherren sehr viel Druck aus. Pech für Henri Wittwer, der nur den Querbalken traf, ein Kopfball von Tim Rüger wurde auf der Torlinie vom eigenen Mitspieler abgewehrt. Ansonsten ließ die gute Abwehrreihe des SuS nichts zu.

Wieder kein Sieg: Recep Alkan und der FC Overberge verloren ihr Spiel gegen den SuS Kaiserau II.
Wieder kein Sieg: Recep Alkan und der FC Overberge verloren ihr Spiel gegen den SuS Kaiserau II. © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

„Ein völlig verdienter Sieg für uns, der sogar noch höher hätte ausfallen können“, jubelte Kaiseraus Trainer Fabian Blum, der Bestnoten an Hülsmann und Markus Pischel verteilte.

FC Overberge: Verrelli, Rüger, Groß. Steffen, Piotrowski, Wittwer, Beck, Schröder, Buschmann (46. Schwencke), Helmich, Eren (60. Loch)

SuS Kaiserau II: Nattkemper, Agu, Hülsmann, Ittermann (78. Penning), Pischel, Weber (60. Polaczek), Siebert, Schmidt, Kolkmann, Swoboda (22. Jendis, 90. Kuipers), Castaldi

Tore: 0:1 (54.) Hülsmann, 0:2 (60.) Ittermann

SV Frömern – FC TuRa Bergkamen 4:3 (1:0). Zwei grundverschiedene Halbzeiten sahen die Fans in Frömern. Die Platzbesitzer waren in der ersten halben Stunde das deutlich dominante Team und hätten durchaus höher als 1:0 führen müssen. Kurz vor dem Wechsel kam Bergkamen etwas besser auf, ließ aber gute Chancen durch Pascal Kupfer und Hasan Kopar liegen.

Im zweiten Durchgang war der FC TuRa das bessere Team, doch Frömern hielt mit kämpferischen Mitteln total dagegen. Zwei verwandelte Elfmeter durch Nils Rataj führten zum zwischenzeitlichen 2:2. Mit einem tollen Freistoß besorgte Thomas Ruzok das 3:2. Bergkamen setzte nun alles auf eine Karte, wurde aber durch Alexander Heppe klassisch zum 4:2 ausgekontert. Der Anschlusstreffer von Nils Rösener in der 90. Minute kam zu spät, um noch einen Zähler mitzunehmen.

„Meine Spieler haben mich absolut überzeugt, der Sieg ist nicht unverdient. Heute haben wir das Quäntchen Glück gehabt, das uns in den ersten Spielen gefehlt hat“, freute sich Frömerns Coach Adrian Ruzok. „Über die Leistung in der ersten halben Stunde werden wir in dieser Woche reden müssen“, war Bergkamens Trainer Chris Brügmann ziemlich sauer.

SV Frömern: Ibrahimbas, Frischemeyer, Filipe Ribeiro Peixoto, Rose, Heppe, Julius Meierjohann, Thomas Ruzok, Höttler (83. Hardt), Manusch (72. Al Hariri), Homann, Wickfeld

FC TuRa Bergkamen: Kurpanik, Krause (83. Fontana), Aslani, Kupfer, Gül, Nagel (83. Calikbasi), Rataj, Kopar, Gökkaya (64. Lalla), Bah (46. Cannaviello), Rösener

Tore: 1:0 (14.) Manusch, 1:1 (49.) Rataj, 2:1 (61.) Manusch, 2:2 (66.) Rataj, 3:2 (71.) Thomas Ruzok, 4:2 (87.) Heppe, 4:3 (90.) Rösener

BSV Heeren – W. Wethmar II 5:3 (3:0). Einen schmeichelhaften Heimerfolg verbuchte der BSV. Die erste halbe Stunde gehörte den Gästen, die aber die Chancen nicht verwerteten. Besser machte es der BSV, der mit seiner ersten Möglichkeit durch Tim Brech das 1:0 markierte. In der Folgezeit wurden die Hausherren stärker und führten bis zur 49. Minute mit 4:0. Wer allerdings geglaubt hatte, das wäre schon die Entscheidung, sah sich getäuscht. Wethmar steckte in keiner Phase auf und kam bis zur 69. Minute auf 4:3 heran. Heerens Torhüter Robin Solty bewahrte seine Mannen kurz darauf mit einer Glanzparade vor dem möglichen Ausgleich. Fast im Gegenzug wurde Gabriel Honorio im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Brech mit seinem vierten Treffer. „Das war ein schwer erkämpfter Sieg. Wir mussten zu lange zittern“, bilanzierte Heerens Coach Arne Volkmer.

BSV Heeren: Solty, Heins, Hilbk-Kortenbruck, Brech, Herbort, Honorio, Feldmann (80. Thilo Ernst), Wrodarczyk (75. Titt), Heberlein, Rautenberg (68. Schäfer), Becker (46. Gaida)

Tore: 1:0 (32.) Brech, 2:0 (41.) Heberlein, 3:0 (44.) Brech, 4:0 (49.) Brech, 4:1 (56.) Böllhoff, 4:2 (63.) Stüwe, 4:3 (69.) Neuhäuser, 5:3 (73.) Brech

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