Leichtathletik

Frohnatur Julia Ritter holt DM-Bronze – und feuert die Konkurrenz an

Es ist noch Luft nach oben - aber die Platzierung zählt. Julia Ritter holte bei den Deutschen Meisterschaften vor dem Brandenburger Tor in Berlin die Bronzemedaille.
Entscheidung auf dem Pariser Platz: Julia Ritter stößt die Vier-Kilo-Kugel in Richtung Brandenburger Tor. © dpa

Die Atmosphäre stimmte! Bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin holte Julia Ritter aus Oberaden vor den Augen ihrer Familie den dritten Platz und somit die Bronzemedaille im Kugelstoßen.

„Mit dem dritten Platz bin ich sehr zufrieden. 18,25 Meter sind zwar nicht unbedingt das, was ich wollte. Ich hätte schon gerne weiter gestoßen, aber ich habe nochmal die EM-Norm bestätigt und bin Dritte bei Deutschen Meisterschaften geworden“, kommentierte die 24-Jährige ihr Abschneiden nach dem Wettbewerb. Denn: „Da zählt die Platzierung, nicht die Weite.“

Der Deutsche Leichtathletikverband hatte im Rahmen der Aktion „Die Finals“ die Kugelstoß-Wettbewerbe vor das Brandenburger Tor verlegt, die somit auch zuschauerträchtig in Szene gesetzt wurden. „Die Atmosphäre war echt cool, es waren viele Leute da und die Stimmung war gut, auch wenn es natürlich ein bisschen warm war“, so die Athletin des TV Wattenscheid.

Das deutsche Spitzen-Trio feiert: (v.l.) Katharina Maisch, Sara Gambetta und Julia Ritter. © dpa

Dennoch machte Julia Ritter ihre Medaillenträume wahr: Die Oberadenerin – im Vorfeld bereits mit der WM- und EM-Norm ausgestattet – untermauerte mit 18,25 Metern ihre Rolle als erste Verfolgerin der beiden nationalen 18,80 Meter-Stoßerinnen Sara Gambetta und Katharina Maisch. Und wenn sie nicht gerade selbst im Ring stand, feuerte die Frohnatur lautstark die Konkurrenz an. Zum Beispiel ihre langjährige Wegbegleiterin, die gleichaltrige Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim), die sich mit Saison-Bestleistung von 17,63 Metern ebenfalls stark präsentierte.

Der DM-Sieg ging wie erwartet an die Favoritin Sara Gambetta (SV Halle) mit 18,67 Meter, gefolgt von Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge), die 18,62 Meter stieß.

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