Nach der dritten klaren Pleite on Folge, hat jetzt ein Bergkamener Trainer sein Engagement beendet. © Palschinski
Fußball

Entlassung nach drei Packungen: Für Kreisliga-Trainer ist nach Abpfiff Schluss

Drei Spiele - drei deutliche Niederlagen, zuletzt sogar zweistellig. Ein Bergkamener Trainer nahm daraufhin seinen Hut gleich nach Abpfiff - und kam damit dem Verein zuvor.

Es war ihnen bekannt, dass sie vor einer schweren Saison stehen. Aber das ganze Ausmaß war beiden Seiten so wohl nicht bewusst. In drei Spielen kassierte der Bergkamener Verein drei Niederlagen – und zwar deutliche. Jetzt ist Schluss – für den Trainer.

„Es war schon in der Vorbereitung zu sehen, dass wir einen schweren Stand haben werden“, erklärt Adem Ciyan, zuletzt noch Trainer des Fußball-B-Kreisligisten TIU Rünthe. „In der Corona-Pandemie gab es keine Transfers, sodass wir uns komplett neu aufstellen mussten.“

TIU Rünthe zog somit die komplette zweite Mannschaft aus der Kreisliga D zur ersten Formation in die B-Liga hoch. Ciyan: „Lediglich Enes und Remzi Arslan stammen noch aus dem Kader der Ersten. Das ist aber zu wenig, um in dieser Klasse mithalten zu können.“

In den ersten Testspielen deutete sich dann auch an, was sich in der Meisterschaft fortsetzte. Die ersten Freundschaftsspiele mussten mangels Personal noch ausfallen, anschließend hagelte es Pleiten – 2:7, 0:6, und 0:9. Im Meisterschaftsbetrieb kein anders Bild: Den Spielen gegen den SuS Lünern (2:6) und den TuS Hemmerde (1:8) folgte zuletzt am Sonntag die Höchststrafe: 0:15 bei GS Cappenberg II. TIU war restlos überfordert, es hagelte Gegentore im Minutentakt.

„Das Corona-Desaster hat uns hart getroffen.“

Ferdi Ergün, TIU Rünthe

Gleich nach Abpfiff war dann auch für Adem Ciyan Schluss. „Ich war mir mit dem Vorsitzenden Ferdi Ergün im Vorfeld schon einig, dass es so nicht weitergehen kann. Wir hatten schon vor einer Woche ein intensives Gespräch“, erklärt der Coach. „Wir haben einen Kader von gut 17 Spielern, aber uns fehlt einfach die Qualität für diese Liga“, stellt er weiter fest.

Verein und Coach trennen sich im Guten. Aber: „Wir mussten handeln“, sagt Vorsitzender Ferdi Ergün. „Das Corona-Desaster hat uns hart getroffen. Mit einem neuen Trainer und Spielern, die wir reaktivieren und die die Qualität für die B-Liga haben, wollen wir die Kurve kriegen“, ist er voller Hoffnung.

Gespräche mit geeigneten Nachfolgern habe Ergün bereits gehabt, wobei sich ein Kandidat herauskristallisiert habe. „Der kennt den Verein und ist mit dem halben Herzen sowieso immer bei uns“, erhofft er sich Mitte der Woche eine positive Einigung für TIU Rünthe.

Über den Autor
Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
Zur Autorenseite
Thorsten Teimann

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.