Chia, Goji-Beeren & Co.

Superfoods machen noch kein Superlebensmittel

Natürlich stehen diese Inhaltsstoffe meist ganz prominent auf der Verpackung. Mit Chia-Samen! Mit Açai! Nur sollte man sich davon nicht blenden lassen – Superfoods sind nicht immer gesund.
Vorsicht bei verarbeiteten Lebensmitteln: Nur weil sie Superfoods wie Chia-Samen enthalten, sind sie nicht automatisch gesund. © Christin Klose/dpa

Enthaltene „Superfoods“ wie Chia-Samen, Açai-Beere oder Matcha machen Lebensmittel nicht automatisch zu gesunden Produkten. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) hin.

Ein hoch verarbeitetes Lebensmittel, das Superfoods enthält, sei deshalb noch kein ernährungsphysiologisch günstigeres, erklärt DGEM-Präsidentin Anja Bosy-Westphal.

Superfoods oft nur cleveres Marketing-Werkzeug

Ein Beispiel ist Toast mit Chia-Samen: „Weißmehl-Toast bleibt Weißmehl-Toast, ob mit oder ohne Chia“, so die Ernährungsmedizinerin. „Superfood-Müsli-Riegel“ mit Açai oder Quinoa wiederum enthielten oft ebenso viel Zucker wie herkömmliche Riegel.

Vorsicht bei hochverarbeiteten Lebensmitteln

Man sollte sich nicht von einer einzelnen vermeintlich tollen Zutat blenden lassen. „Dass sie Superfoods enthalten, darf aus gesundheitlicher Sicht also kein Alibi für den Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel sein“, so die Professorin.

Zwar liefern die Superfoods isoliert betrachtet tatsächlich eine Menge Vitamine, Mineralstoffe oder sekundärer Pflanzenstoffe. Um zu beurteilen, wie gesund ein Lebensmittel wirklich ist, zählt allerdings die gesamte Zutatenliste.

dpa

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