Kolumne

Keine Chance für Müdigkeit

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Diesmal geht‘s um Tipps gegen die Müdigkeit.
Wer tagsüber von Müdigkeit geplagt wird, sollte diese Tipps beherzigen. Leben-Redakteur Marc Bracht ist schon jetzt fit wie ein Turnschuh. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Es gibt diese Tage, an denen man am Arbeitsplatz einfach mit dem Kopf auf die Tatstatur klatschen könnte, weil man so müde ist. Einem Freund von mir ist das sogar wirklich mal passiert – inklusive Tastenabdruck im Gesicht. Wie so oft gilt auch hier der Leitsatz: Das muss nicht sein.

Volkskrankheit Müdigkeit am Arbeitsplatz

Denn so ein Tastaturgesicht sieht nicht nur seltsam aus, es ist auch ein Anzeichen dafür, dass etwas mit unserem Schlaf nicht stimmt.

Laut DAK-Gesundheitsreport leidet mittlerweile jeder zehnte Arbeitnehmer, das sind 9,4 Prozent, in Deutschland unter Schlafstörungen. Teils schweren.

Wie uns die Müdigkeit beeinflusst

Meine Oma pflegte immer zu sagen: „Als Gott den Menschen schuf, war er schon müde. Das erklärt so einiges.“ Tatsächlich kann durch Müdigkeit viel schief gehen.

Denn sind die Lider schwer wie Blei, lässt unsere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit stark nach. Die Folge können nicht nur Flüchtigkeitsfehler bei der Arbeit, sondern auch Unfälle im Straßenverkehr sein.

Warum guter Schlaf so wichtig ist

Dass erholsamer Schlaf wichtig ist, lernen wir schon im Kindesalter. Doch wie sieht der medizinische Hintergrund aus?

Das Melatonin, ein Hormon, das aus der Zirbeldrüse im Gehirn ausgeschüttet wird, sorgt dafür, dass sich der Körper für den Schlaf bereitmacht. Wenn wir schlafen, verrichtet unser Körper dann einige Aufräumarbeiten, sodass wir am nächsten Morgen wieder fit, ausgeruht und leistungsfähig sind.

Frisch und fit durch den Tag

Um guten Schlaf sicherzustellen, kann man kleine Rituale in den Abend einfließen lassen. Man spricht hier von der sogenannten Schlafhygiene.

Doch das gelingt nicht immer. Deshalb gibt es ein paar Tricks und Kniffe, die uns durch den Alltag helfen, wenn wir uns mal gerädert fühlen.

Tipps gegen Müdigkeit

Der erste Tipp ist wie immer Bewegung. Wer sich am Arbeitsplatz müde fühlt, der sollte sich bewegen. Einfach ein paar Minuten gehen, Gymnastikübungen machen oder das Treppenhaus rauf- und runterlaufen.

Tipp Nummer zwei: Kaffee! Ja, der braune Zaubertrank macht wach. Doch man muss etwas Zeit mitbringen. Bis das Koffein wirkt, vergehen gern 15 bis 30 Minuten. Wer keinen Kaffee mag, der kann auch Tee trinken. Das darin enthaltene Tein ist nämlich auch nichts anderes als Koffein.

Frische Luft ist der dritte Tipp. Werden die Augen schwer, einfach mal die Fenster aufreißen. Das sorgt dafür, dass der Sauerstoffgehalt in der Raumluft wieder ansteigt und gleicht den Kohlenstoffdioxidgehalt, der durchs Ausatmen bedingt ist, wieder aus.

Der vierte Tipp ist etwas für Hartgesottene: Kaltes Wasser. Wer sich kalt abbraust, wird schnell wieder wach. Das liegt daran, dass der Kontakt mit kaltem Wasser Reizsignale an das Gehirn sendet. Da eine kalte Dusche im Büro meist schwer umzusetzen ist, tuts auch das Benetzen der Schläfen oder Handgelenke.

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