UKBS baut so viele Wohnungen wie nie zuvor

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In einem angespannten Wohnungsmarkt verspricht die UKBS zumindest lokale Linderung: Mit dem bislang größten Investitionsprogramm schafft der kommunale Bauträger 269 Wohnungen bis 2021.

Unna

, 10.01.2020, 14:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die UKBS nimmt ihr bislang größtes Investitionsprogramm in Angriff. Bis zum nächsten Jahr laufen in der Region 17 Bauprojekte an, für die die Unnaer Kreisbau- und -siedlungsgesellschaft insgesamt 64 Millionen Euro ausgeben will.

Zwei Engpässe will die vom Kreis Unna und von acht Kommunen getragene UKBS bei ihren Gesellschafter aufweiten: den Mangel an Kindergartenplätzen und eine angespannte Lage am Wohnungsmarkt.

UKBS baut so viele Wohnungen wie nie zuvor

Grünes Licht für das Investitionsprogramm hatte der Aufsichtsrat der UKBS bereits 2018 gegeben. Aber auf Wunsch der Gesellschafterkommunen hatte sich der kommunale Bauträger erst einmal auf die Errichtung neuer Kindergärten konzentriert, so wie hier in Unna am Erlenweg. © Udo Hennes

269 Wohnungen werden nach Abarbeitung der aktuellen Bauliste entstanden sein. Abzüglich eines Gebäudes an der Danziger Straße in Unna, das dafür abgerissen werden muss, bedeutet das einen Nettozugewinn von 257 Wohnungen. „Gerade in Unna wird das für eine Linderung sorgen“, drückt der UKBS-Aufsichtsratsvorsitzende Theo Rieke seine Hoffnung aus. Insgesamt vergrößert die UKBS ihr Wohnungsangebot um gut neun Prozent.

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Eine geeignete Wohnung zu finden, ist im Kreis Unna vor allem für diejenigen schwierig, die dabei aufs Geld achten müssen. Die UKBS trägt dem Problem Rechnung, finanziert die Wohnbauprojekte mit einer Mischung aus Eigenkapital, Bankdarlehen und Mitteln der Wohnungsbauförderung.

Im Durchschnitt werden 42 Prozent der neuen Wohnungen geförderter Wohnraum sein, den die UKBS mit einem Mietzins von nur 5,70 Euro pro Quadratmeter an den Markt bringt. Bei den frei finanzierten Wohnungen seien Quadratmeterpreise um 8 bis 8,50 Euro realistisch, so Rieke. „Wir haben nicht die Renditeerwartungen zu erfüllen, die die private Wohnungswirtschaft vielleicht beabsichtigt.“

UKBS baut so viele Wohnungen wie nie zuvor

Das „Solarhaus“ an der Wilhelm-Bläser-Straße in Kamen soll eine regional erstmalig angewandte Energiegewinnung bekommen. Für die 30 Wohneinheiten gibt es bereits mehr Bewerber, als berücksichtigt werden können. © UKBS

Zudem baut die UKBS auch mit Blick auf Energieeffizienz und Klimaverträglichkeit. Ein wegweisendes Projekt soll dabei ein „Solarhaus“ in Kamen sein, das mit einer Kombination aus Sonnenenergienutzung und einem unterirdischen Eisspeicher neue Maßstäbe in der Region setzen werde. Aber auch ein Neubauprojekt an der Heinrichstraße werde in Sachen Nachhaltigkeit neue Akzente setzen, kündigte UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer an.

Nachhaltigkeit ist in den Plänen der UKBS keine rein technische Frage. Neben Ladestationen für Elektrofahrzeugen und dezentralen Blockheizkraftwerken für die Wärme- und Stromproduktion bietet der Wohnungsgeber seinen Mietern etwa auch die gemeinschaftliche Nutzung von Fahrzeugen („Car Sharing“) an. Und auch ein Mehrgenerationenwohnprojekt in Selm steht auf der Investitionsliste für die kommenden beiden Jahre.

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